Winti sagt Ja zum Rechenzentrum

Auslagerung der Server nach Schaffhausen.
 
Die Stadt Winterthur verzichtet aus Spargründen auf ein eigenes, zweites Rechenzentrum. Stattdessen lagert sie ihre Daten beim Informatikunternehmen von Stadt und Kanton Schaffhausen. Die Stimmberechtigten haben einer entsprechenden Vorlage am Sonntag deutlich zugestimmt. Die Stimmbeteiligung lag bei 52,4 Prozent.
 
Winterthur erwog zunächst, ein eigenes RZ zu bauen. Dies sorgte allerdings für heftige Proteste. Im Herbst 2013 entschied man sich schliesslich für die Colocation-Lösung in Schaffhausen.

24'932 Stimmberechtigte sagten Ja zu diesem Plan, 8732 legten ein Nein in die Urne. Für die Auslagerung muss Winterthur eine einmalige Investition von 870'000 Franken auf sich nehmen. Der Betrieb kostet jährlich 770'000 Franken. Die Vorlage war unbestritten. Der Grosse Gemeinderat hiess das Projekt ohne Gegenstimme gut.

Die Stadt Winterthur betreibt heute ein einziges Rechenzentrum, im Obergeschoss eines Altstadtgebäudes am Obertor. Hier werden die Daten des Steueramtes, der Einwohnerkontrolle, der Stadtpolizei und anderer Verwaltungsabteilungen aufbewahrt und verarbeitet.
 
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informatik (BSI) beurteilt das Winterthurer Rechenzentrum als sehr unsicher. Die Auswirkungen eines Schadens könnten gemäss BSI ein beträchtliches oder gar katastrophales Ausmass annehmen. (sda/mim)