Orange dreht wieder an der Roaming-Preisschraube

Weltweite Einheitstarife für Gespräche und SMS - aber nur mit Option.
 
Seit Anfang dieses Jahres versuchen die drei grossen Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom, Sunrise und Orange, sich beinahe im Wochentakt mit Preissenkungen für Telefongespräche oder Datenverkehr im Ausland zu überbieten. Nach Swisscom letzte Woche lanciert nun wieder Orange eine Preisinitiative für die Handynutzung im Ausland.
 
Im Gegensatz zu Swisscom senkt Orange allerdings nicht die Standardpreise. Um von den tieferen Tarifen zu profitieren, müssen Orange-Kunden Optionen abonnieren. Für 5 Franken im Monat telefonieren sie dann mit "Go Europe" europaweit für 40 Rappen in der Minute und können SMS für 15 Rappen verschicken. Ausserdem ist 10 Megabyte Datenverkehr inbegriffen. Für 15 Franken im Monat gelten mit "Go World" auch (beinahe) weltweit dieselben Tarife.
Orange wirbt neben dem Preis vor allem auch mit der Einfachheit der einheitlichen Optionstarife. Ausser der Unterscheidung Europa/Welt gibt es keine weiteren Ländergruppen. Ausgenommen von den Einheitstarifen sind allerdings Kuba, die Malediven, die Seychellen und Vietnam sowie Regionen, wo man über Satellit kommunizieren muss.
 
Die diversen von den verschiedenen Telcos angebotenen Optionen für Handynutzung und/oder Datenverkehr machen Preisvergleiche schwierig. Laut einer aktuellen gemeinsamen Analyse der Stiftung für Konsumentenschutz und Dschungelkompass dürte gegenwärtig Orange in Europa - je nach Nutzungsprofil - für die meisten Kunden am günstigsten sein. Ausserhalb von Europa biete je nach Land Swisscom oder Orange die günstigsten Tarife an. (hjm)