Erneuter Kahlschlag: HP streicht bis zu 16'000 Jobs

Meg Whitman greift durch: Insgesamt 50'000 Stellen dürfte HP am Schluss abgebaut haben. Erneutes Wachstum im PC-Business.
 
Hewlett-Packard streicht noch einmal massiv Stellen. Wie das Unternehmen gestern Abend bekannt gab, sollen bis zum Ende des nächsten Jahres weitere 11'000 bis 16'000 Jobs abgebaut werden. HP hatte bereits vor zwei Jahren den Abbau von zunächst 27'000 Stellen beschlossen, daraus wurden schliesslich 34'000. Insgesamt dürfte HP also unter der Ägide von Konzernchefin Meg Whitman bis zu 50'000 Arbeitsplätze abbauen. Aktuell beschäftigt HP weltweit 317'500 Personen.
 
Whitman sagte am Donnerstag, der Abbau sei nötig, um HP wieder wettbewerbsfähig zu machen. HP will dadurch ab dem Geschäftsjahr 2016 eine Milliarde Dollar pro Jahr sparen. Man wolle nun stärker in Wachstumsbereiche wie Cloud Computing, Analytics und Netzwerke investieren. Im abgelaufenen zweiten Quartal sank der Umsatz um ein Prozent auf 27,3 Milliarden Dollar. Der Reingewinn wuchs um 18 Prozent auf 1,27 Milliarden Dollar. Immerhin konnte HP im PC-Geschäft erneut leicht zulegen. Der Umsatz stieg - vor allem dank Business-PCs - um 7 Prozent auf knapp 8,2 Milliarden Dollar. Leicht gewachsen ist auch der Umsatz mit Servern, während die Verkäufe im Druckergeschäft weiter rückläufig sind.
 
Ausserdem teilte HP mit, dass Executive Vice President George Kadifa, der bislang für das operative Geschäft im Software-Business zuständig war, sich neu um strategische Partnerschaften kümmern soll. Sein Nachfolger wird Robert Youngjohns, der bislang die Autonomy-Unit leitete. Server-Chef Antonio Neri ist neu auch für das Networking-Business verantwortlich. (mim)