Raiffeisen: "Eigenentwicklung ist vom Tisch"

Löst Avaloq nun doch Dialba ab?
 
Seit Jahren wird darüber spekuliert, wann und womit Raiffeisen die veraltete Frontlösung Dialba ablöst. Vor zwei Jahren wollte Raiffeisen mit Hilfe von IBM die Eigenentwicklung in Java umschreiben, doch das Vorhaben scheiterte letztes Jahr. Seitdem kümmern sich Anwälte um den Fall. Das Verfahren sei noch hängig, sagt Raiffeisen-Sprecher Franz Würth.
 
Fest steht nun jedenfalls, dass Raiffeisen eine Standardsoftware kaufen will. "Eine Eigenentwicklung ist vom Tisch", bestätigt Würth. Gerüchte, wonach sich Raiffeisen bereits für die Software des Zürcher Herstellers Avaloq entschieden habe, kommentiert Würth so: "Avaloq ist einer der möglichen Partner." Der Sprecher betont, dass noch keine definitiven Entscheide gefallen seien.
 
Die Wahl von Avaloq würde unter anderem auch deshalb Sinn machen, weil die Zentrale von Raiffeisen in St. Gallen bereits per Anfang 2009 auf Avaloq migrierte. (Maurizio Minetti)