Schweizer RZs in Zahlen

2,8 Prozent des Schweizerischen Gesamtstromverbrauchs wird für den Betrieb von RZs verwendet.
 
Rechenzentren sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Schweizer Wirtschaft. Denn diese sind notwendig, um die fortschreitende Digitalisierung zu gewährleisten. Lediglich vier Prozent der mittleren Unternehmen haben eigene Rechenzentren, das heisst Drittanbieter (externe Rechenzentren) haben eine wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) und des Schweizerischen Verbandes der Telekommunikation Asut.
 
Zudem wächst die Gesamtfläche der Rechenzentren in der Schweiz seit Jahren und gleichzeitig auch deren Stromverbrauch. 2013 lag der Stromverbrauch der Rechenzentren bei 1661 Gigawattstunden (GWh) - das sind 2,8 Prozent des Schweizerischen Gesamtstromverbrauchs. Wenn durchgehend die modernsten Technologien eingesetzt würden, könnten theoretisches 280 GWh gespart werden, heisst es weiter.
 
Und hier noch ein paar interessante Zahlen:
Die Gesamtfläche aller Rechenzentren in der Schweiz mit 11 oder mehr Servern beträgt 235’000 Quadratmeter (zum Vergleich: Das sind über 900 Tennisplätz - im Doppel!). Damit liegt die Schweiz im europäischen Vergleich auf Rang sechs.
 
In der Schweiz sind 1300 firmeninterne Rechenzentren in Betrieb, wobei 80 Prozent in Grossunternehmen stehen. Bei den mittleren Unternehmen mit 50 bis 250 Vollzeitangestellten haben lediglich 4 Prozent der Unternehmen ein eigenes Rechenzentrum.
 
Rund 150'000 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche werden von Drittanbietern zur Verfügung gestellt. Damit liegt die Schweiz bei der Rechenzentren-Dichte auf Rang zwei hinter Irland.
 
2013 haben die Rechenzentren in der Schweiz 1661 GWh Strom verbraucht. Möglichkeiten zur Reduktion des Stromverbrauchs bestehen gemäss Studie bei der Lüftung und der Kühlung der Anlagen. Konkrete Massnahmen und das tatsächliche Sparpotenzial müssen noch detailliert abgeklärt werden. (lvb)