EWZ hat die Hälfte seines Zürinets gebaut

Angaben zu Marktanteilen und Kundenzahlen macht der Stadtzürcher Energieversorger nicht.
 
Von den bis 2019 geplanten 240'000 Glasfaseranschlüssen in der Stadt Zürich hat das Elektrizitätswerk Zürich (EWZ) inzwischen "über 120'000" realisiert, wie der Energieversorger mitteilt. Anfang Jahr war bereits der 100'000-te Anschluss vermeldet worden. Zur Verfügung stehen seit dem Beginn der Glasfaserverkabelung in Zürich 2007 insgesamt 600 Millionen Franken. 200 Millionen Franken stammen aus dem ersten "Rahmenvertrag" - für den Bau und Betrieb des Netzes, und 400 Millionen Franken aus dem "Objektkredit" von 2012, der nur die Baukosten deckt, wie EWZ-Pressesprecher Kilian Borter gegenüber inside-it.ch erklärt.
 
Mit dem inzwischen abgerechneten Rahmenkredit seien bereits über 30‘000 Anschlüsse realisiert worden. Mit dem 2012 gesprochenen verzinslichen Darlehen ging bekanntlich die Kooperation mit Swisscom einher. Das Stadtzürcher EW baut 75 Prozent des Netzes und trägt 40 Prozent der Kosten. Wie hoch der bisher verbaute Betrag ist, mochte Kilian nicht präzisieren, hielt aber fest, dass man "bezüglich Investitionen und Kooperationsvertrag mit Swisscom im Plan" sei und "den Objektkredit einhalten werde". Das ist insofern interessant, weil es Anfang Jahr zu Stockungen gekommen war, weil Swisscom und das EWZ Probleme bei der Übergabe der Anschlüsse hatten. Wie die aktuelle Situation konkret aussieht, mochte Kilian ebenfalls nicht sagen: "Detaillierte Zahlen zu den Marktanteilen oder zu den Kundenzahlen" würden nicht bekanntgegeben.
 
Zu den anstehenden Nachrüstungen der 2500 Gebäude, die bis 2012 mit nur einer Glasfaser ins "Zürinet" eingebunden wurden, erklärt Kilian, dass im Oktober mit einer "Pilotzelle" gestartet werden soll. Dem sollen dann sukzessive weitere Gebäudekomplexe folgen: "Bis heute sind noch keine Gebäude nachgerüstet". (vri)