Geoportal des Bundes gewinnt Open Source Award

Es ist zwar nicht ganz einfach, mit Open Source Software-Geld zu verdienen, doch kann man immerhin relativ leicht Preise ergattern. So wurden heute am Open Source Business Forum in Bern drei Projekte mit einem Award ausgezeichnet - nominiert waren neun. Die Chance, einen Award zu gewinnen, lag also bei einem Drittel.
 
Der erste Gewinner ist OpenElec. Mit der Open-Source-Distribution kann man schwachbrüstige Computer zu einem Mediacenter machen. Neu gibt es eine Version, die für das günstige Kleinstcomputerlein Raspberry Pi optimiert ist. Gemäss der Swiss Open Systems User Group, die den Award organisiert, hat OpenElec heute bereits über 200'000 aktive Nutzer.
 
Der zweite Gewinner ist Symfony CMF. Damit kann man Applikationen, die das PHP-Framework Symfony verwenden, mit CMS-Funktionalitäten ergänzen. Symfony CMF entstand an einem Hackday der ETH und wurde von den bekannten OS-Spezialisten von Liip weiterentwickelt. Eingesetzt wird es etwa vom Jugend-TV-Sender Joiz.ch.
 
Drittens hat Swisstopo für das geniale Geoportal map.geo.admin.ch einen Preis gewonnen. Die neue Version des Portals wurde in einer Crowdfunding-Aktion (mit)finanziert. Profitiert hat auch das Open-Source-Projekt OpenLayers - eine JavaScript-Bibliothek für die Darstellung von Geodaten in Webbrowsern. Map.geo.admin ist auch für den Swiss ICT Award nominiert.
 
Vierter Gewinner ist Kenn Sibbald, der als "Champion in Open Source" geehrt wurde. Sibbald war einer der Gründer der CAD-Firma Autodesk. Seit seiner Pensionierung arbeitet er an der Open-Source-Backup-Lösung Bacula. (hc)
 
(Hinweis: Eine gute Übersicht über Open-Source-Projekte und Lösungen finden Sie im Open Source Directory.)