Smartphone + Kartonbrille = virtuelle Realität

Die Gewinner von HackZurich stehen fest.
 
40 Stunden ohne Pause haben rund 350 Entwickler am Wochenende im Rahmen von HackZurich Anwendungen programmiert. Am bisher angeblich grössten Schweizer Hackathon wurden die besten drei Teams in der freien Disziplin, sowie sieben Teams in den Disziplinen der Sponsoren prämiert. Den Hauptpreis gewann das Team "Immersive", das ein normales Smartphone mit einer einfachen Kartonbrille in eine virtuelle Realitätsumgebung verwandelt, "die man sonst nur von teuren Simulatoren kennt", heisst es in der Mitteilung.
 
Hinter "Immersive" stehen vier Informatikstudierende aus Deutschland. Mit der von ihnen entwickelten App lassen sich per Smartphone-Kamera Räume erkunden - auch weit entfernte -. Neben der App haben sie in den zwei Tagen auch eine Homepage mit Fotobeispielen aufgebaut.

Der zweite Preis ging an GetCooking. Die App findet passende Rezepte zu Zutaten, die man im Haus hat. Minoporus, eine App, um Kinder spielend an das Programmieren heranzuführen, holte den dritten Preis.
 
Einige Teilnehmer hätten bereits vor Ort angekündigt, die Projekte als eigene Start-ups weiterzuführen, teilen die Organisatoren mit. Insgesamt waren 101 Teams anwesend, die Lösungen und Apps für die Problemstellungen der 43 Sponsoren entwickelten. Neben Branchengrössen stellten auch Start-Ups neue Programmierschnittstellen zur Verfügung. Google rief zu neuen Applikationen für Smartwatches auf, Migros stellte Schnittstellen zur Verfügung, um Apps für besseres Einkaufen und gesünderes Leben zu ermöglichen. Firmen wie Autodesk, Dacuda und Apple boten Frameworks an, um neue Apps im 3D- und Bildbearbeitungsbereich zu ermöglichen. Weitere Informationen gibt es hier. (mim)
 
(Foto: OTS.Bild/ETH Zürich/Manuel Maisch)