Uni Zürich: Keine Roboter - dafür Drohnen

Roboys Zuhause ist nicht mehr die Uni Zürich. Mit Professor Davide Scaramuzza lernen die Roboter nun fliegen.
 
Die leuchtend grossen blauen Augen schauen einem auffordernd an. Als wollten sie etwas sagen. Der humanoide Roboter "Roboy" (Bild rechts und Front) verdient diesen Namen - denn die menschlichen Züge sind beachtlich. Geschaffen wurde er im Labor für künstliche Intelligenz (AI Lab) am Institut für Informatik der Universität Zürich von Professor Rolf Pfeifer. Pfeifer wurde im Frühling nun aber emeritiert, seine Forschungsgruppe hat sich aufgelöst, das AI Lab gibt es nicht mehr, schreibt die 'NZZ'. Er begleite noch einen letzten Doktoranden, heisst es auf Anfrage von inside-it.ch.
 
Den Roboy aber gibt es noch - einfach nicht an der Uni Zürich. Es wurde ein Verein, die Devanthro Society (Society for the Development of Anthropomimetic Robots), gegründet. Der Verein hat den humanoiden Roboter von der Universität übernommen und leitet die Forschung und Kooperationen mit ihm. Die Devanthro Society investiere nicht nur direkt in die Entwicklung, sondern möchte auch die Faszination an der Forschung näherbringen, heisst es auf der Webseite.
 
Die offene Professur, die Pfeifer hinterlassen hat, wurde von Professor Davide Scaramuzza (Bild links) übernommen. Der 34-Jährige gebürtige Italiener hatte bereits seinen Ph.D an der ETH Zürich erworben. Er leitet seit 2012 die Forschungsgruppe "Robotics and Perception Group" mit einem Team von rund 15 Personen. Seine Mission: Autonome Maschinen zu entwickeln, die von selbst navigieren können (mit Onboard-Sensoren und Kameras), ohne sich auf externe Refenzsysteme wie GPS oder Motion-Capture-System zu verlassen. (lvb)