"SwissPass": Elektronisches GA und Halbtax ab August 2015

Die Schweizer Bergbahnen spannen mit Schweizer Verkehrsbetrieben zusammen.
 
2015 bringt für die Nutzer des öffentlichen Verkehrs eine Neuerung: Ab nächster Wintersaison wird es nämlich möglich sein mit einer einzigen Karte und ohne je an einer Kasse anzustehen, den Zug, den Bus und die Bergbahn zu benutzen. Diese Karte heisst "SwissPass" und wird von den Schweizer Verkehrsbetrieben per 1. August 2015 eingeführt.
 
Mit SwissPass wird der erste Schritt in Richtung elektronischem Billett genommen. Bereits vor einem Jahr wurde die Chip-Karte angekündigt. Damals hiess es, dass das Projekt 55 Millionen Franken kosten werde, und der Betrag von den Unternehmen des öffenltichen Verkehrs geteilt werde.
 
Ab nächster Wintersaison wird man nun damit mit dem Computer oder dem Smartphone direkt sowohl das Zugbillett wie die Ski-Tageskarte lösen können. Am Pilotversuch in der nächsten Wintersaison nehmen eine ganze Reihe von Skistationen teil, darunter auch jene von Arosa und Lenzerheide. Getestet wird in der ersten Saison, ob die Karte technisch zuverlässig funktioniert und ob das Angebot auch genutzt wird. Peter Engler, stellvertretende Chef der Lenzerheide Bergbahnen, der auch in der Projektgruppe zur Entwicklung der neuen öV-Karte mitgearbeitet hat zeigt sich davon überzeugt. "Die Karte lieferte den Kunden einen klaren Mehrwert", sagt er.
 
Der grosse Vorteil der neuen Karte sei es, dass sie mit Skidata und Teamaxess - den vorherrschenden zwei Kontrollsystemen der Bergbahnen - kompatibel sei.
 
Flexibles Preissystem schon bald ein Muss
Für die Bergbahnen bietet sie zudem den Anlass die Digitalisierung beim Ticketverkauf voranzutreiben. Das sei unter anderem darum wichtig, sagt Engler, weil in ein paar Jahren flexible Preissysteme für jedes grössere Skigebiet ein Muss sei. Mit diesem System aus der Airlinebranche werden Tageskarten nicht mehr zu einem Fixpreis, sondern preislich abgestuft in Kontingenten verkauft. Wer früh eine Tageskarte bucht, fährt günstiger. Dazu braucht es jedoch die nötige Vermarktungssysteme auf dem Internet. (lvb/sda)