Exklusiv! Swiss Life trennt sich von Peter Sany

"Unterschiedliche Auffassungen". Beat Marbach wird IT-Chef von Swiss Life Schweiz.
 
Die Informatik des grossen Schweizer Lebensversicherers Swiss Life kommt nicht zur Ruhe. So hat Peter Sany (Foto), der erst seit April 2013 für die Swiss-Life-IT verantwortlich ist, das Unternehmen bereits wieder verlassen. Swiss-Life-Sprecher Martin Läderach bestätigte entsprechende Insider-Informationen gegenüber inside-it.ch.
 
In den vergangenen Monaten hätten sich "unterschiedliche Auffassungen zur strategischen Ausrichtung der IT, aber auch zum heutigen und künftigen Technologieeinsatz akzentuiert", so Läderach in einer E-Mail. Darum habe man sich auf eine "Beedingung des Engagements geeinigt."
 
Nachfolger des bekannten IT-Managers Sany (Avaloq, deutsche Telekom, IBM, Novartis, Post, UBS) wird per sofort Beat Marbach. Er war bisher für den Bereich "Face-to-Customer" verantwortlich. Er ist direkt Swiss-Life-CEO Ivo Furrer unterstellt.
 
Auch Sanys Vorgänger, René W. Keller, verliess den Lebensversicherer nach nur gut zwei Jahren im Februar 2012. Damals hatte Furrer die Leitung der grossen IT-Abteilung interimistisch selbst übernommen, nun hat man mit Marbach eine interne Lösung gesucht.
 
Swiss Life ist in der Vergangenheit immer wieder wegen gescheiterten Informatik-Projekten ins Gerede gekommen. So soll das 2008 abgebrochene Projekt Amarta mehr als 500 Millionen Franken verschlungen haben. Im November 2013 zeichnete allerdings der Brokerverband Siba Swiss Life mit einem Innovationspreis für das Produkt "Business Direct" aus. (Christoph Hugenschmidt)