Ärzte interessieren sich nicht (so sehr) für eHealth

Im Swiss eHealth-Barometer schauen Forschende, wie die Stimmung rund um das Thema eHealth in der Schweiz ist. En gros: Sie wird besser. Alle untersuchten Gruppen von Gesundheitsfachpersonen geben an, sich für das Thema zu interessieren. In der fünften Auflage der Untersuchung wurden ÄrztInnen, IT-Verantwortliche von Spitälern, ApothekerInnen, Verantwortliche von Alters- und Pflegeheimen, IT-Verantwortliche auf Ebene der Kantone sowie Verantwortliche der Kantonalverbände von Curaviva befragt.
 
Laut dem Barometer ist das Interesse unter IT-Verantwortlichen von Kantonen, Spitälern und Kantonalverbänden von Curaviva am höchsten. Dies vermag kaum zu erstaunen, da diese Personen sich (zum grössten Teil) einzig und alleine um IT- und eHealth-Belange kümmern, während es für die anderen untersuchten Gruppen nur eines von vielen Aufgabenfeldern ist. Demnach ist bei den Gesundheitsakteuren das Interesse im eigentlichen Sinne etwas geringer. Mit Ausnahme der Ärzteschaft, hat das Interesse an eHealth zwischen den letzten beiden Untersuchungszeitpunkten zugenommen.
 
Der Stand der Arbeiten in Zusammenhang mit Standards für eHealth wird allerdings von allen untersuchten Gruppen von Gesundheitsfachpersonen - mit
Ausnahme der IT-Verantwortlichen in Kantonen - als noch nicht weit fortgeschritten eingeschätzt.
 
Für das fünfte im Auftrag der InfoSocietyDays durchgeführte Swiss eHealth-Barometer wurden die Akteure in einer Online-Studie zwischen dem 2. Dezember 2014 und dem 2. Februar 2015 befragt. Hier (öffnet PDF) ist die gesamte Auswertung. (lvb)