Aargau testet Software zur Voraussage von Verbrechen

Nach der Stadt Zürich testet nun auch der Kanton Aargau die Software Precobs. Precobs ist eine Lösung für "Musterbasierte Tatvorhersagen". Sie wird von der Firma IfmPt, Institut für musterbasierte Prognosetechnik Verwaltungs-GmbH, hergestellt.
 
Die Kantonspolizei Aarau testet derzeit Precobs, mit der vor allem im Bereich Kriminaltourismus Verbrechen quasi vorausgesagt werden können. Nach dem Testlauf bis Ende April will die Polizei über die definitive Einführung entscheiden, wie der Aargauer Justizdirektor Urs Hofmann am Freitag vor den Medien in Aarau sagte. Dort, wo Precobs bereits eingesetzt werde, sei die Zahl der Einbrüche deutlich gesunken. Die Software macht sich gemäss Hofmann zu Nutzen, dass die Menschen nach Mustern handeln. Täter kehren "wie Pilzsammler" oft wieder in jenes Gebiet zurück, in dem sie erfolgreich waren, weil sie wissen, dass es dort etwas zu holen gibt. Dadurch werden sie in einem gewissen Ausmass berechenbar. Hofmann konnte die Wirksamkeit des "Precobs"-Systems bereits am eigenen Leibe erfahren. Er sei letzthin von der Polizei avisiert worden, dass die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs in seinem Wohnquartier in den folgenden Tagen besonders hoch sei, erzählte er. Tatsächlich sei dann bei zwei Bekannten von ihm eingebrochen worden. (sda/hc)