Exklusiv! ZKB lanciert Smartwatch-App

Die ZKB Smartwatch App. Foto: inside-it.ch
Ein Blick auf die Uhr zeigt den Kontostand.
 
Welche Schweizer Bank oder welcher Banken-Software-Hersteller bringt zuerst eine Smartwatch-App? Überraschung: Es ist die als eher angestaubt geltende Zürcher Kantonalbank. Mit sichtbarem Vergnügen zeigten uns letzten Dienstag die beiden ZKB-Manager Remo Schmidli und Sandro Ribolla die erste Schweizer Banken-Smartwatch-App.
 
Die App ist für Android-Uhren geschrieben und wird demnächst auf Google Play zum Download angeboten werden. Sie arbeitet mit einem (ebenfalls Android-)Smartphone, auf dem die E-Banking-Mobile-App der ZKB installiert ist.
 
Die App zu benützen, ist denkbar einfach: Man konfiguriert über das E-Banking-Mobile-Interface, welche Kontenstände auf der Uhr gezeigt werden sollen. Dann koppelt man die Uhr über Bluetooth mit dem Smartphone und kann sich danach ohne Login den gewünschten Kontostand anzeigen lassen. Mit einem Fingerwisch kann man innerhalb der App navigieren und sich - so der aktuelle Stand - die drei letzten Transaktionen anzeigen lassen. Man braucht sich nicht umständlich in die E-Banking-Mobile-App einzuloggen, nur um schnell einen Blick auf den Kontostand zu werfen.
 
Nützlich ist die App zum Beispiel für ZKB-Kunden, die Partner-Konten haben und vor einem Einkauf rasch sicherstellen wollen, ob genügend Geld da ist.
 
App für Apple Watch schon parat
Nicht ohne Stolz erwähnte Remo Schmidli, bei der ZKB als Leiter Multichannel Mangement für alle Arten von Kundenschnittstellen verantwortlich, dass die App für die vielgehypte Apple Watch bereits geschrieben ist. "Wir warten auf die Uhr," so Schmidli zu inside-it.ch.
 
Aus dem Zürcher Labor
Entwickelt wurde die Smartwatch-App im Zürcher Software-Labor der ZKB – und zwar von einem Informatiker,
Die ZKB Smartwatch App. Foto: inside-it.ch
der bei der Bank ursprünglich als Informatik-Lehrling eingestiegen ist. Der Aufwand für die Entwicklung der App hielt sich mit etwa 80 "Manntagen" durchaus in Grenzen, sagt Ribolla, der bei der ZKB für Entwicklung und Support der Frontend-Systeme verantwortlich ist. In dem Labor, wohl der beliebteste Arbeitsplatz für Sofware-IngenieurInnen bei der Bank, sind aktuell sechs Mitarbeitende beschäftigt, so Ribolla.
 
Vor einem Jahr kündigte ZKB-Logistik-Chef Jürg Bühlmann im Gespräch mit inside-it.ch heftige Investitionen in neuartige Kundenschnittstellen an. Eine Folge davon ist, dass sich die Zürcher Bank nun eben auch Experimente leisten kann. Denn noch weiss man nicht, ob sich Smartwatches durchsetzen werden und wenn, dann nicht nur für Sport und Freizeit sondern eben auch als Interface für Kontoinformationen. (hc)