IG SAP CH will tiefere Preise

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank Mitte Januar setzt sich die Interessengemeinschaft SAP Schweiz - wie schon 2011 - erneut dafür ein, dass die Preise für Schweizer SAP-Kunden sinken. Wie die IG SAP CH nun mitteilt, interessiere SAP das Währungsthema aber nicht. Dem Lizenzwert liege ein fixer Währungskurs zugrunde, der zum Zeitpunkt des Abschlusses auch für die Währung gelte. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein Kunde, der bei einem Kurs von 1.60 Franken pro Euro abgeschlossen hat, bis zum Wartungsende dabei bleibt. SAP betrachte stets das Gesamtpaket, das aus Lizenzen, Wartung, Consulting und Betrieb bestehe. Allein bei den Wartungskosten sei kein Spielraum vorhanden. Lösungen könnten nur gefunden werden, sofern kundenindividuelle Spielräume da seien.
 
Die IG kritisiert, dass die Lizenz-Preisliste bis dato nicht den aktuellen Gegebenheiten angepasst wurde. Laut SAP-Aussagen sei der grössere Teil der Kunden mit den individuellen Vereinbarungen zufrieden. Immerhin sei nun aber ein Update angekündigt worden - die SAP-Kunden-Gruppe erwartet einen Umrechnungskurs von 1.05 Franken pro Euro.
 
Eine Alternative in Bezug auf die Wartung bietet sich den hiesigen SAP-Kunden kaum. Wartung bezieht man in der Regel bei SAP direkt, doch es gibt Anbieter wie RiminiStreet, die für SAP-Kunden durchaus eine Option bieten können. Der Dritt-Wartungsanbieter plant derzeit eine Expansion nach Europa. (mim)