Verschlüsselung gegen "Kabelaufklärung"

Gastautor Christoph Jaggi hat eine neue Version seiner weltweit einmaligen Marktübersicht über Layer-2-Verschlüssler veröffentlicht und erklärt, worum es geht und wie es gemacht wird.
 
Die Amerikaner tun es, die Briten tun es, die Chinesen und Russen tun es wohl auch und bald dürfen es auch die Schweizer: Daten- und Telefonverkehr flächendeckend absaugen und durchsuchen. Gestern hat der Ständerat der neuen Version des Nachrichtendienstgesetzes zugestimmt. Nimmt das Gesetz die noch zu überwindenden Hürden, wird der Schweizer Geheimdienst (NDB - Nachrichtendienst des Bundes) den Daten- und Telefonverkehr, der über Glasfasern läuft, abzweigen, speichern und durchsuchen. Dass die Behörden betonen, man wolle nur den Datenverkehr vom und zum Ausland belauschen, kann man getrost ignorieren. Die Struktur des Internets kennt keine Landesgrenzen. Auch eine E-Mail zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Wollishofen kann die Landesgrenzen überschreiten.
 
Firmen und Behörden, die ihren Datenverkehr vor jeglicher Belauschung schützen wollen, können dies tun, indem sie ihn verschlüsseln. Doch der Markt für die entsprechenden Geräte ist unübersichtlich und es gibt verschiedene Herangehensweisen. Die meisten WANs bauen auf Carrier und Metro Ethernet und MPLS auf. Die, wohl effizienteste und sicherste Methode ist bei solchen Netzwerken die Verschlüsselung der Daten auf Layer-2, Schnüffelnasen haben da keine Chance mehr..
 
2008 veröffentlichte unser freier Autor Christoph Jaggi die erste Version der Marktübersicht über Layer-2-Verschlüssler. Sie stiess auf Anhieb auf überraschend grosses Interesse. Das Interesse ist seither mit jeder neuen Version der Marktübersicht, dem Einführungsdokument sowie der neuen Evaluationshilfe stetig gestiegen. Jaggi verzeichnet Zugriffe auf die PDF-Dokumente von allen Kontinenten, von Regierungsbehörden, internationalen Organisationen, Firmen aus allen Bereichen und natürlich auch von Militärdepartements, Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten. Diese Dokumente werden mittlerweile weltweit als Referenz verwendet. Mit mittlerweile über 40'000 Downloads, davon über 10'000 in den letzten 12 Monaten, kann man davon ausgehen, dass es sich um die meistgelesenen Dokumente in diesem Bereich handelt.
 
In einem neuen Featureartikel erklärt Jaggi, was sich seit der letzten Ausgabe der Marktübersichten über Ethernet-Verschlüssler getann hat und warum man auf bestimmte Lösungsansätze besser verzichtet. Weiter erklärt Jaggi, warum die grossen Player aus dem Silicon Valley im Markt der Ethernet-Verschlüssler keine Rolle spielen und was von Lösungen der Netzwerkgerätehersteller zu halten ist.
 
Zudem finden Sie in seinem Feature die Links zu den neuen Marktübersichten in Deutsch und Englisch, zum Evaluationshilfe und zur brandneuen Einführung in die Layer-2-Verschlüsselung. Wer mit Datensicherheit und Verschlüsselung zu tun hat, kommt um Jaggis Marktübersichten nicht herum. (hc)