Wie man Volksschülern programmieren lehrt

Die Einführung des Lehrplan 21 stellt Volksschulen und - Lehrer vor grosse Herausforderungen. SwissICT hilft mit kostenlosen Vorschlägen für Unterrichseinheiten.
 
Verschiedene Kantone führen nun den Lehrplan 21 für die Volksschule ein. Damit zieht "richtige" Informatik, also die Kunst, Software-Systeme zu machen, in die deutschschweizer Primarschulen ein.
 
Per Dekret ist die Einführung der neuen Lehrpläne allerdings nicht zu schaffen. Die Umsetzung der neuen Lernziele in die Praxis der Primarschule ist ein mehrjähriger Prozess, der primär in den Schulen selbst stattfindet. Und diese brauchen Unterstützung
 
Zusammen mit kiknet hat SwissICT die Initiative ergriffen und eine Reihe von (kostenlosen) Informatik-Unterrichtseinheiten entwickelt. Als Programmierumgebung hat man Scratch gewählt. In Scratch programmiert man nicht mit klassischen textlichen "Befehlen" sondern mit grafischen Elementen. Die Programmiersprache ermöglicht intiuitives Lernen und führt rasch zu ersten, motivierenden Erfolgen. Gleichzeitig ist Scratch objekt- und ereignisorientiert und erlaubt die Einbindung von Sensoren und Aktoren. Man kann also zum Beispiel Maschinen und Automaten mit Lego WeDo Robotern bauen.
 
Die Einführung des neuen Lehrplans stellt hohe Anforderungen an Primarlehrerinnen und -Lehrer, denen seit Jahren immer mehr gesellschaftliche Aufgaben aufgebürdet werden. Konkrete Hilfestellungen wie die Unterrichtseinheiten von SwissICT und kiknet sind dringend gefragt. (hc)