Cablecom schickt Kundendaten ins Ausland

Daten über die Nutzungsgewohnheiten von rund 2,6 Millionen Schweizer Kunden sollen ins Ausland geschickt werden, wenn es nach UPC Cablecom geht. Das britische Mutterhaus Liberty Global will die Daten dazu verwenden, Werbung zu personalisieren, schreibt die "NZZ am Sonntag". Mitte Juli habe Cablecom seine Kunden über entsprechende Änderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen informiert. Ab September will Cablecom demnach die konsumierten Fernsehsendungen, besuchte Websites und Uhrzeit von Telefonaten speichern. Darauf aufbauend sollen dem Kunden passende Angebote gemacht werden können. Ausserdem sollen die Daten auch an Dritte weitergegeben werden können. Wohin genau die Informationen gehen und wie sie dort verarbeitet werden, verrät die Cablecom gegenüber der 'NZZ am Sonntag' aber nicht.
 
Deshalb hat nun der Eidgenössische Datenschützer bei Cablecom angeklopft. Er will prüfen, ob der Umgang mit den Daten gegen bestehende Bestimmungen verstösst. Bekannt ist bisher lediglich, dass Cablecom die Daten zwar nicht verkaufen, aber an Drittfirmen weiterreichen will. Wer diese Drittfirmen sind, ist unklar. (mik)