Fernandez kündet "grossen Schweizer Kunden" an

Der Bankensoftwarehersteller Avaloq erwartet in diesem Jahr etwa gleich viel Umsatz zu erwirtschaften, wie letztes Jahr. "Wir sind auf Kurs, den Umsatzrekord vom Vorjahr bei rund 500 Millionen Franken wieder zu erreichen", sagt Francisco Fernandez, Gründer und CEO von Avaloq in einem Interview mit 'Finews.ch'. Das Geschäft mit der Front-Applikation laufe gut. Diese würden insbesondere auch von bestehenden Avaloq-Kunden gekauft. Ausserdem konnte der Softwarehersteller mit der China CITIC Bank International einen neuen Kunden gewinnen. Avaloq werde zudem noch dieses Jahr den Abschluss mit einem "grossen Schweizer Kunden melden können", so Fernandez.
 
Der Gewinn werde 2015 jedoch unter das Vorjahresniveau zurückfallen. Dies liegt unter anderem daran, dass es beim Aufbau der zwei BPO-Center in Deutschland und in Singapur Verzögerungen gebe, was Kosten verursache. Ausserdem befinde sich das Unternehmen im "Investitionsmodus", so der Avaloq-CEO weiter. Banken fordern zum einen Softwarelösungen für die Kundenansprache. Zudem generieren "disruptive" Fintech-Unternehmen Druck, in neue Banking-Modelle zu investieren.
 
Avaloq hatte zuletzt schlechte Presse. Es gab Berichte von Entlassungen und Problemen bei diversen Projekten. Dass Francisco Fernandez einen bevorstehenden Deal ankündigt, ist sehr aussergewöhnlich. (kjo)