Schwyz hat (vorerst) keine Lust auf neue Schulsoftware

Im letzten Mai hat der Kanton Schwyz das fünf Jahre zuvor gestartete IT-Projekt "schuldatenverwaltung.sz" abgebrochen. Unter dem Namen "iCampus" hätte eine gemeinsame Verwaltungs-Plattform für die Schulen des Kantons geschaffen werden sollen. Nach dem Scheitern dieses Projekts will die Schwyzer Regierung nun vorerst aber auch nichts von einer Nachfolgelösung wissen. Sie hat sich entschieden, auf die von den Bezirken und Gemeinden vorgeschlagene Software "Scolaris" zu verzichten.
 
Die im Rahmen des abgebrochenen Projekts entstandene "iCampus"-Plattform wird zwar als Übergangslösung verwendet, soll aber im Juli 2016 ausser Betrieb genommen werden. Ende April 2015 erteilte der Regierungsrat dem Bildungsdepartement den Auftrag, die Schuldatensoftware "Scolaris", eine Standardlösung des Aargauer Unternehmens PMI, auf ihre Eignung als mögliche Nachfolgelösung für die gescheiterte Schuldatenverwaltung "iCampus" zu prüfen.
 
Bei "Scolaris" handle es sich aber nicht um eine Weblösung, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Design und Architektur basierten auf den Bedürfnissen von Einzelschulen und nicht eines zentralen Betriebs. Die Entwicklung der minimalen funktionalen Anforderungen sowie das Bereitstellen der Schnittstellen wären für den Kanton mit erheblichen Investitions- und Betriebskosten verbunden, heisst es weiter. Dies würde das Risiko bergen, dass der Kanton sich erneut in ein Entwicklungsprojekt mit
unsicherem Ausgang begebe.

Die Regierung hat darum entschieden, dass die Voraussetzungen für ein neues E-Government-Projekt mit dem Produkt "Scolaris" zum heutigen Zeitpunkt nicht gegeben seinen. Sie beauftragte das Bildungsdepartement jedoch, die weitere Entwicklung von "Scolaris" im Auge zu behalten und bei Vorliegen einer webbasierten Version deren Einsatz als kantonales E-Government Projekt zu prüfen. (sda/hjm)