Schweizer Stiftung will Thunderbird-Entwicklung übernehmen

Der Mail-Client Thunderbird von Mozilla soll aus dem Firefox-Projekt ausgegliedert werden, schreibt Mozilla-Chefin Mitchell Baker auf Google+.

Grund dafür sei, dass die aktuelle Situation beide Projekte unnötig behindern würde, weil beide auf die Weiterentwicklung des jeweils anderen Rücksicht nehmen müssten. Zudem sei eine grosse Mehrheit der Mozilla-Belegschaft dafür, sich nur noch um Firefox zu kümmern. Thunderbird wolle man mangels Potential fallen lassen.

Was mit Thunderbird geschieht, ist noch nicht klar. Denn bisher ist noch keine definitive Entscheidung gefallen. Vielmehr möchte Baker die Community miteinbeziehen.
Und die ist bereits aktiv. Für den Fall, dass Mozilla Thunderbird tatsächlich aufgibt, hat heute Morgen die Winterthurer Stiftung Pretty Easy Privacy angeboten, die weitere Entwicklung und deren Finanzierung zu organisieren. Unterstützt wird das Vorhaben vom deutschen Bürgerrechtsverein Digitalcourage.
 
Pretty Easy Privacy hat erst im September bekanntgegeben, gemeinsam mit Enigmail an einer Verschlüsselungslösung für Thunderbird zu arbeiten. Der Mail-Client sei ausgewählt worden, weil er der meistverbreitete Open-Source-Client ist. (mik)