Google und Nasa testen erfolgreich Quanten­computer

Seit August für jedermann erhältlich: Der D-Wave 2X Quantencomputer
Vor zwei Jahren haben Google und Nasa ihre Portokassen zusammengelegt und sich gemeinsam einen 15 Millionen Dollar teuren Quantencomputer angeschafft. Der D-Wave 2X passt in einen zehn Quadratmeter grossen Raum und muss auf 20 Millikelvin oder -273 Grad Celsius gekühlt werden.
 
Hersteller D-Wave gilt vielen als Blender, dessen Produkt nicht halten könne, was es verspricht. Google widerspricht diesen Kritiken nun in seinem Research Blog. Demnach habe der Quantencomputer um die 950 Bits grosse Probleme gut hundert Millionen mal schneller lösen können als ein einzelner Prozessor-Kern. Der Vergleich mutet seltsam an, doch gibt er einen Eindruck von den enormen Geschwindigkeitsunterschieden. Derselbe Faktor habe resultiert, als das Team den Quantum Monte Carlo-Algorithmus auf dem System laufen liess. Der Monte Carlo-Algorithmus simuliert das Verhalten von Quantum-Systemen, wird üblicherweise aber auf konventionellen eingesetzt, wie Hartmut Neven, Director of Engineering, im Blog erklärt.
 
Das sind reichlich eingeschränkte Möglichkeiten, doch hat Google erst kürzlich mit D-Wave einen Sieben-Jahres-Vertrag für die Lieferung weiterer Hardware abgeschlossen, wie 'The Register' weiss. Die Erforschung der Möglichkeiten von Quanten-Systemen geht damit also weiter. (mik)