Swisscom nistet sich bei der EPFL ein

Foto: Jeremiah Andrick
Swisscom finanziert Forschungsprojekte an der EPFL und baut ein Labor auf.
 
Swisscom und die ETH Lausanne haben heute einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen. Das Bündnis der EPFL mit Swisscom habe das "Potenzial, die Schweiz beim Zugang zu digitalen Lösungen zu einem Vorbild in Europa zu machen," heisst es unbescheiden in einer Mitteilung von heute.
 
Konkret wird Swisscom in den nächsten sieben Jahren einen Fonds für angewandte Forschungsarbeiten mit einer Millionen Franken pro Jahr alimentieren. Swisscom will mit dem Fonds insbesondere die Multidisziplinarität und die Zusammenarbeit von verschiedenen Labors und Forschungsheinheiten fördern.
 
Ab nächstem Jahr legt sich Swisscom zudem eine ständige Präsenz an der EPFL zu. Und zwar baut der Telekommunikationskonzern innerhalb des Innovation Parks der Lausanner Hochschule ein 482 Quadratmeter grosses "Digital Lab" auf. Dort sollen Teams von Swisscom, aber auch Studierende und Mitarbeitende von Startups arbeiten.
 
Weiter verspricht Swisscom den EPFL-Campus mit Veranstaltungen und durch die Unterstützung der Startup-Szene zu beleben und man will generell den Austausch zwischen Studierenden, Forschenden und Swisscom-Mitarbeitenden fördern.
 
Smart Home und "Mensch" im Fokus
Im Zentrum der Kooperation zwischen der EPFL und Swisscom stehen die Themen "Smart Home" und "Mensch", lesen wir in der gemeinsamen Pressemitteilung. Gefördert werden sollen Forschungsarbeiten in Anwendungsbereichen wie Benutzerschnittstellen (und wohl auch Wearables), Robotik, intelligente Städt und Gebäude, Biosensoren und künstliche Intelligenz.
 
Aus den Forschungsarbeiten der EPFL gehen immer wieder spannende und erfolgreiche Startups hervor. So hat alleine der US-Chipgigant Intel dieses Jahr zwei EPFL-Spinoffs übernommen.
 
Wieviel die Kooperation Swisscom ingesamt kosten wird, ist noch offen. Es werde von der Anzahl der gemeinsamen Projekte abhängen, so Swisscom-Sprecher Armin Schädeli auf Anfrage. (hc)
 
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