Kommt die "Japan Computer Company"?

Fujitsu spaltet das PC-Notebook- und das Smartphone-Geschäft ab.
 
Der Verwaltungsrat des japanischen Technologie-Konzerns Fujitsu hat am 24. Dezember beschlossen, das PC- und Notebook-Geschäft in einer eigenständigen Firma, Fujitsu Client Computing Limited, unterzubringen. Auch das Smartphone-Geschäft soll abgespalten werden. Fujitsu Client Computing soll schon am 1. Februar das Geschäft aufnehmen und eine hundertprozentige Tochter von Fujitsu Limited werden.
 
Fujitsu ist ein wichtiger Player in Deutschland (und in der Schweiz). Der japanische Technologie-Konzern hat 2008 das damalige Joint-Venture Fujitsu Siemens ganz übernommen und stellt heute im "modernsten Computerwerk Europas" in Augsburg Server, PCs und Storage-Systeme her.
 
Die Abspaltung des Notebook- und PC-Geschäfts von Fujitsu könnte ein weiterer Schritt hin zu einer "Japan Computer Company" sein. Am 4. Dezember berichtete die englischsprachige Online-Zeitung Nikkei Asia Times, Toshiba, Fujitsu und der Sony-Spinoff Vaio hätten Gespräche über die Integration des PC- und Notebook-Geschäfts aufgenommen.
 
Zusammen wären die drei die Nummer eins in Japan und die Nummer sechs weltweit mit einem Marktanteil von sechs Prozent. Geografisch ist Toshiba in den USA, Fujitsu in Europa und Japan stark. Die Zeitung glaubt, dass Vaio wohl die überlebende Firma der Fusion wäre und Fujitsu und Toshiba ihre Assets in Vaio einbringen würden. (hc)