Yahoo soll 10 Prozent der Stellen abbauen

Der kriselnde Konzern Yahoo kommt nicht zur Ruhe. Investoren fordern einen Managementwechsel und zudem soll jede zehnte Stelle wegfallen. Wie 'Business Insider' mit Berufung auf Insider-Quellen berichtet, sollen etwa 10 Prozent der rund 10'700 Vollzeitstellen gestrichen werden. Dem Bericht zufolge beginnt der Stellenabbau noch diesen Monat.
 
Investoren fordern neues Management
Der Investmentfond Starboard Value ist mit 0,8 Prozent an Yahoo beteiligt und forderte gestern einen Austausch des Yahoo-Managements - sowohl in der Geschäftsführung als auch im Verwaltungsrat. Die Anleger hätten jedes Vertrauen in die Leitung von Yahoo verloren, heisst es. Yahoo-Chefin Marissa Mayer wurde namentlich nicht genannt. Doch sei es an der Zeit, dass der Verwaltungsrat die wichtigen Veränderungen akzeptiere, die bei Yahoo nötig seien. Darunter eine Erneuerung des Managements und eine neue Strategie.
 
Sollte Yahoo seiner Forderung nicht nachkommen, werde Starboard mit einer Flut von Anträgen während der Hauptversammlung dafür sorgen, dass von ihm ausgewählte Kandidaten in den Verwaltungsrat gewählt würden, drohte der Fonds.
 
Starboard hatte schon dafür gesorgt, dass der Konzern Anfang Dezember beschloss, auf den Verkauf seiner Beteiligung an dem chinesischen Online-Riesen Alibaba zu verzichten und stattdessen sein kriselndes Kerngeschäft mit Suchmaschine und Online-Werbegeschäft in ein neues Unternehmen auszulagern. Diese Entscheidung war ein Rückschlag für Konzernchefin Mayer, die eigentlich die milliardenschwere Alibaba-Beteiligung abstossen und den Erlös an die Aktionäre ausschütten wollte.
 
Mayer war im Sommer 2012 zu Yahoo gekommen, um den strauchelnden Internetkonzern wieder auf Vordermann zu bringen. Der Konzernchefin gelang es aber nicht, den Rückstand zum Rivalen Google aufzuholen. Sie will bei der Bilanz für das vergangene Jahr einen neuen Plan zur Neuausrichtung des Kerngeschäfts vorstellen. (sda/kjo)