Zürcher Cloud-Startup will es mit AWS aufnehmen

Das 2014 gegründete Unternehmen Cloudscale.ch bietet Infrastructure-as-a-Service ab einem Franken pro Tag.
 
Das Zürcher Startup Cloudscale.ch hat ein IaaS-Angebot lanciert, mit dem es den US-amerikanischen Anbietern den Cloud-Markt streitig machen möchte, wie es in einer Mitteilung heisst.
 
Das Infrastructure-as-a-Service-Angebot zeichne sich durch Nutzerfreundlichkeit aus. Ein virtueller Server lasse sich demnach in wenigen Sekunden online selbst erstellen. In einer Beta-Phase habe man dazu eng mit ersten Kunden zusammengearbeitet. Zu diesen gehörten neben privaten Entwicklern auch Web- und App-Agenturen, schreibt Gründer Manuel Schweizer auf Anfrage von inside-it.ch.
 
Cloudscale.ch wirbt zudem mit der schweizerischen Datensicherheit: alle gespeicherten Daten liegen in der Schweiz. Die Daten werden im Rechenzentrum von E-Shelter in Rümlang gespeichert, so Schweizer weiter. Das RZ ist nach ISO 50001, ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert und erfülle die Anforderungen des Rundschreibens "08/7 Outsourcing Banken" der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA.
 
Das IaaS-Angebot kann in vier verschiedenen Ausführungen ab 30 Franken monatlich gebucht werden. Dafür gibt es eine virtuelle CPU, 2 GB Memory und 5 GB Data Transfer. Das umfassendste Paket für 180 Franken monatlich bietet 6 vCPU und 16 GB Memory, wie es auf der Webseite heisst. Bei allen Angeboten sind zudem 10 GB SSD-Speicher inkludiert, die beliebig erweitert werden können. Mit OpenStack und Ceph komme weitgehend Open-Source-Software zum Einsatz.
 
Cloudscale.ch mit Sitz in Zürich wurde im Herbst 2014 gegründet. Das Jungunternehmen wurde vergangenes Jahr in das Innovations-Förderprogramm "CTI Start-up" der Kommission für Technologie und Innovation KTI aufgenommen. Kapital stammt von zwei Privatpersonen, die ebenfalls an der Firma beteiligt sind, erklärt Schweizer. (kjo)
 
Veranstaltungshinweis:
Am 28. Januar 2016 haben Sie etwas vor. Sie wollen nämlich am Nachmittag ins Folium im Zürcher Sihlcity. Dort findet ab 13 Uhr das erste Inside Channels Forum statt. Thema: Der Channel und die Cloud.
 
Einige Beispiele aus dem Programm: Emmi-CIO Heinz Hodel sagt, was Kunden künftig vom Channel erwarten. Prominente Schweizer VARs (Bechtle, Leuchter, Steffen Informatik, ITpoint, VonRoll Intec, Bison ITS) diskutieren die Frage "How to Survive in Times of Cloud Computing" und Hersteller (Microsoft, IBM, VMware, EMC, u.v.m.) setzen sich auf den heissen Stuhl.
 
Die Zahl der Plätze ist beschränkt. Es lohnt sich, frühzeitig ein Ticket zu kaufen (100 Franken für Mitarbeitende von Resellern, 500 Franken für Mitarbeitende von Herstellern und Distributoren). Zum Programm geht es hier.