12 Monate bedingt für Ex-Sarasin-IT-Mann gefordert

Die Zürcher Staatsanwaltschaft fordert für den ehemaligen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin, der 2011 private Devisengeschäfte des damaligen Nationalbankpräsidenten kopiert und weiter gegeben hatte, eine bedingte Freiheitsstrafe. Die Verhandlung findet am 30. März vor dem Bezirksgericht Zürich statt.

Die Anklage wirft dem ehemaligen Bank-Angestellten mehrfache Verletzung des Bank- und Geschäftsgeheimnisses vor. Dafür soll er zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten, bedingt auf eine Probezeit von zwei Jahren verurteilt werden. Corinne Bouvard, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Meldung der Handelszeitung.

Die Enthüllungen des IT-Mitarbeiters hatten im Januar 2012 zum Rücktritt des damalige Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand geführt. Dieser nahm den Hut, weil er nach eigenen Aussagen nicht in der Lage war, zweifelsfrei zu beweisen, dass seine damalige Frau und nicht er kurz vor der Festsetzung der Kursuntergrenze von 1,20 Franken durch die SNB die umstrittene Transaktion in Auftrag gegeben hatte.

Eingestellt wurde im vergangenen Dezember das Verfahren gegen den ehemaligen SVP-Nationalrat und Alt-Bundesrat Christoph Blocher. Die Staatsanwaltschaft war zum Schluss gelangt, dass er keinen Einfluss auf den Entscheid des ehemaligen IT-Mitarbeiters genommen habe, die vertraulichen Bankdaten weiterzugeben. (sda/hjm)