Win 7 und 8.1 wird nur noch auf alter Hardware unterstützt

Microsoft schränkt den Support für Win 7 und 8.1 stark ein. Wer jetzt einen modernen PC kauft, wird wohl spätestens Mitte 2017 auf W10 upgraden müssen.
 
Bisher hatte Microsoft versprochen, Windows 7 würde noch bis 2020 mit den üblichen Sicherheits-Updates versorgt werden. Für Windows 8.1 gilt 2023 als Ende des "Extended support". Jetzt stellt sich heraus, dass Microsoft ganz andere Pläne hat: Windows 7 und 8/8.1 werden nur noch auf Computern mit Prozessoren der letzten Generation vollumfänglich unterstützt. Wie Microsoft-Mann Terry Myerson in einem Blogpost schreibt, werden die beiden älteren Betriebssysteme auf Geräten mit Prozessoren der kommenden Generationen wie Intels "Kaby Lake"-, AMDs "Bristol Ridge"- oder Qualcomms "8996"-CPUS schlicht gar nicht mehr supporten. Auf solchen Geräten wird Windows 10 die einzige von Microsoft unterstützte Plattform sein.
 
Und vielleicht noch einschneidender: Auch auf PCs mit Intels aktuellen "Skylake"-CPUs werden Win7 und 8.1 nur noch rund 18 Monate lang, bis zum 17. Juli 2017, vollumfänglich mit Updates versorgt.
 
Auch für diesen 18-Monate-Support gibt es Einschränkungen. So will ihn Microsoft nur für Geräte gewähren, die auf einer Liste der "bewilligten Geräte" aufgeführt sind. Gegenwärtig finden sich darauf nur gerade die Computer Dell Latitude 12, Dell Latitude 13 7000 Ultrabook, Dell XPS 13, HP EliteBook Folio, HP EliteBook 1040 G3, Lenovo ThinkPad T460s, Lenovo ThinkPad X1 Carbon, und Lenovo ThinkPad P70, wie ?PC World? bei Microsoft in Erfahrung gebracht hat. Allerdings dürfte die Liste wohl noch deutlich erweitert werden, so steht zumindest zu hoffen.
Aber wie dem auch sei: Ab Mitte 2017 wird Microsoft laut Myerson auch für diese Computer nur noch die "kritischsten" Updates ausliefern. Und auch dies nur, falls man damit nicht die Verlässlichkeit oder Kompatibilität von Windows 7 und Windows 8 auf älteren Geräten gefährde.
 
Keine neue Hardware für Win-7-User
Zusammengefasst bedeutet dies: Wer als Unternehmen oder Privatanwender plant, Windows 7 oder 8.1 bis zu deren Supportende zu verwenden, muss sich einen Hardwareupgrade in Zukunft abschminken oder versuchen, sich noch PCs mit CPUs früherer Generationen zu beschaffen. (Wer weiss, vielleicht hat Microsoft ja gerade enen Markt für solche PCs geschaffen.) Wer PCs mit Skylake und vorinstalliertem Windows 7 oder 8.1 angeschafft hat oder noch anschaffen will, muss sich in spätestens 18 Monaten zu einem Win-10-Upgrade durchringen oder mit der Einschränkung auf die "kritischsten" Upgrades leben - falls der PC überhaupt auf der ominösen Liste steht, zu der wir noch keinen Link gefunden haben.
 
Myerson erklärt als Begründung, dass Windows 7 schon vor zehn Jahren konzipiert worden sei. Deshalb sei es eine grosse Herausforderung, das ältere Betriebssystem auch für moderne Hardware fit zu machen - beziehungsweise die Hardware (und Treiber) für Windows 7.

Dies könnte auch die Komplexität der Hardware-Entwicklung für Partner senken, denn der Support für verschiedene Betriebssysteme sei für Chip-Hersteller ein grosser Kostentreiber, wie ?ArsTechnica? analysiert.
 
Bisher hat Microsoft die Auslieferung von Security-Patches und Updates für ein Betriebssystem während der Laufzeit des Extended-Support allerdings noch nie aufgrund des Erscheinens neuer CPU-Generationen eingeschränkt.
 
Gerne hätte inside-it.ch in Erfahrung gebracht, ob es sich mit dem Support für die Server-Äquivalente Windows Server 2008 R2 und 2012 R2 ebenso verhält. Eine Antwort von Microsoft steht noch aus. (mik/hjm)