E-Patientendossier: Service Public oder nicht?

Das Engagement der Kantone hat mit der Verabschiedung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) zugenommen, wie es im E-Health-Suisse-Newsletter des Bundesamts für Gesundheit heisst. Demnach habe in fast allen Regionen Abklärungen zur Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) begonnen. Dazu gehören etwa politische Entscheide, rechtliche Grundlagen oder Plattformen für die verschiedenen Akteure.
 
Inzwischen habe sich auch gezeigt, dass die Kantone den finanziellen Bedarf für die Untersützung des Aufbaus und Betriebs der sogenannten Gemeinschaften unterschiedlich interpretieren. Ein Teil der Kantone erachtet demnach eine kantonale Mitfinanzierung als wichtigen Erfolgsfaktor.
 
In Zürich etwa besteht die Gemeinschaft aus dem Trägerverein ZAD, der gemeinsam von den Leistungserbringern und der Gesundheitsdirektion gebildet wurde, mit dem Ziel das EPD im Kanton Zürich einzuführen. Dazu hat der Verein Anfang Jahr beim Lotteriefond ein Gesuch in Höhe von 4,75 Millionen Franken gestellt. Auch in St. Gallen, Genf, Tessin und im Wallis werden kantonale E-Health-Projekte umgesetzt.
 
Andere Kantone wiederum erkennen im EPD keinen "Service Public" und sehen bei der Finanzierung von allem die Leistungserbringer in der Pflicht, wie das BAG weiter schreibt. Dazu gehören die Appenzell Inner- und Ausserhoden, Schaffhausen und Solothurn. In diesen Regionen gibt es keine aktive Bearbeitung des Themas E-Health durch den Kanton. (kjo)