Industrie 4.0 Schweizer Realität

Das diesjährige WEF hat einen Schwerpunkt auf Industrie 4.0 gesetzt. Die UBS verlautet, dass die Schweiz gut gerüstet sei, da sie eine Volkswirtschaft mit flexiblem Arbeitsmarkt, Bildungs-,Infrastruktur- und Rechtssystem besitzt. Im Whitepaper der Grossbank das zum WEF herausgegeben wurde, ist die Schweiz demnach als anpassungs- und wettbewerbsfähigstes Land angegeben. Zum gleichen Ergebnis kommt auch das Beratungsunternehmen Roland Berger, bei der die Schweiz den Platz 1 auf dem sogenannten Readiness-Index belegt.
 
Doch wie sieht die Eigeneinschätzung der Schweizer Industrie zum Arbeitsmarkt und den Geschäftsmodellen aus? Am 19. Januar trafen sich an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg Branchenvertreter unter der Initiative "Industrie 2025" welche von den Branchenverbänden asut, electrosuisse, Swissmem und swissT.net ins Leben gerufen wurde. An der "F&E- Konferenz zur Industrie 4.0" haben Vertreter von Hochschulen und der Industrie ihre Einschätzungen und Projekte geteilt. Robert Rudolph von der Swissmem schätzte die Lage auf dem Arbeitmarkt weniger prekär ein als da und dort berichtet wurde, da eine Verschiebung von Jobs stattfinden wird.
 
Digitalisierung 4.0 im Strassenbau
Anton Demarmels von der Amman Group erklärte die Umsetzung von Industrie 4.0 beim Strassenbau. Die Digitalisierung verhindert Lieferengpässe, da immer sichtbar ist wo welche Baumaterialien sind und wie sie bewegt werden.
 
Aufgefallen ist ein Roboterprojekt der Berner Fachhochschule unter der Leitung von Björn Jensen: Ein autonom agierender Roboter kann sich an eine verändernde Umwelt anpassen, um sein Arbeitsziel zu erreichen.
 
Christoph Heitz von der zhaw spricht über "Predictive Maintenance". Durch die Vernetzung und dem Sammeln von Realtime-Daten von Geräten und Produktionsanlagen besteht die Möglichkeit, vorauszusagen, wann welche Maschine gewartet werden muss. So wird ein Arbeitsausfall verhindert. (dd)