Paymit macht sich fit fürs Rennen mit Twint

Die Mobile-Payment-App gibt es neu auch as-a-Service. Ab Februar kann mit ihr in ersten Läden gezahlt werden.
 
Die Macher von Paymit haben einiges an Neuigkeiten zu verkünden. So konnten SIX und Co. drei weitere Banken für ihre Mobile-Payment-Lösung gewinnen. Neu dabei sind die Kantonalbanken Obwalden, St. Gallen und Zug. Damit machen nun neben UBS und Raiffeisen insgesamt sieben Kantonalbanken mit bei Paymit.
 
Ab Februar werden ausserdem Zahlungen im Laden möglich sein. An welchen Verkaufsstellen Paymit an den Start geht, behält SIX bis auf weiteres allerdings für sich.
 
Die Zahlungsfunktionen sollen im Verlauf des Jahres auch weiter zügig ausgebaut werden: Waren bisher Peer-to-Peer-Zahlungen und Spenden an Hilfswerke möglich, kommen nach der Einführung von Point of Sale auch Händlerlösungen für E-Commerce und In-App dazu. Der Start für Zahlungen im Online-Shop ist für das zweite Quartal geplant.

Zu guter Letzt hat Paymit ein Rebranding erfahren, das durch das Band verschiedener Anbieter hindurch ein einheitliches Erscheinungsbild gewähren soll. Von der vereinheitlichten Lösung profitieren kann, wer Paymit as-a-Service von Swisscom bezieht. Der TelKo bietet die App gemeinsam mit ti&m und Finnova als White-Label-Produkt an. Swisscom übernimmt dabei Implementation, Betrieb und Sicherstellung der Verbindung zu den anderen Partnerbanken.
 
Rennen mit Twint
Während Konkurrent Twint mit Coop bereits einen grossen Retailer im Boot hat, konnte Paymit im Point-of-Sale-Geschäft bislang noch keinen ähnlich starken Partner bekanntgeben. Wo Paymit im Februar an den Start geht, wird deshalb mit Spannung erwartet.
 
Nicht weniger interessant wird sein, wie gut die Lösung funktioniert. Kunden von Twint, die bereits seit vergangenem Sommer an Verkaufsstellen bezahlen können, berichten von je nach Empfang stark variierenden Geschwindigkeiten bei der Zahlungsabwicklung, die zurzeit durchaus noch eine halbe Minute und mehr in Anspruch nehmen kann.
 
Für die Akzeptanz bei den Nutzern wird deshalb auch eine Rolle spielen, welcher Player solche Kinderkrankheiten besser in den Griff bekommt. (mik)