Wieder Cyber-Angriffe auf ukrainische Elektrizitätswerke

Diese Woche gab es erneut Cyber-Angriffe auf Ukrainische Elektrizitätswerke. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die gleiche Malware, wie bei den Angriffen im Dezember 2015 eingesetzt wurde.
 
Robert Lipovsky, Mitarbeiter der tschechischen Sicherheitsfirma Eset, kommentiert diese neuen Cyber-Angriffe als besonders interessant, da beim jetzigen Angriff die Malware eine frei verfügbare Open-Source-Backdoor verwendet. Lipovsky wirft die Frage auf, ob dieses Verhalten bei Cyber-Angriffen tatsächlich auf staatliche Akteure hinweist, wie das bei den Angriffen im Dezember der Fall war.
 
Debattieren, ob Russland hinter diesen Attacken steckt, möchte Lipovski nicht. Die technische Frage sei, ob die Cyberattacken die Stromausfälle nur möglich gemacht, oder auch verursacht hätten. Die Frage, wer dahintersteckt, kann nicht beantwortet werden, laut Lipovsky könne man höchstens spekulieren und ein sogenannter False-Flag-Angriff sei nicht ausgeschlossen. (dd)