Salt setzt Ex-Google-Mann an die Spitze

Andreas Schönenberger wird Salt-CEO.
Salt hat eine Nachfolge für Johann Andsjö ernannt: Der ehemalige Google-Manager Andreas Schönenberger wird CEO des Telcos.
 
Andreas Schönenberger wird neuer Chef des Mobilfunkanbieters Salt. Der frühere Chef von Google Schweiz übernimmt das Amt ab Mitte März, wie Salt heute mitteilt.

Schönenberger folgt auf den Schweden Johan Andsjö, der im Dezember zurückgetreten war - nur rund zehn Monate nach dem Besitzerwechsel. Im Februar wurde die damalige Orange an die private Holding des französischen Telekomunternehmers Xavier Niel verkauft.

Weshalb Andsjö die Firma einige Monate später verliess, wurde im Dezember nicht angegeben. Bereits im Sommer war es bei Salt zu einem Exodus im Topmanagement gekommen. Vier von sieben Spitzenmanagern verliessen das Unternehmen.
 
Der neue Chef solle nun eine Schlüsselrolle bei der Festigung des Management-Teams von Salt erhalten, heisst es in der Mitteilung von Salt. Und: Der Schweizer sei "ein Wegbereiter für die Digitalisierung in der Schweiz". Niel habe einen Schweizer als neuen Chef gesucht, bestätigte Salt-Sprecherin Therese Wenger der Nachrichtenagentur sda. Die 'Sonntagszeitung' hatte unter Berufung auf das Umfeld von Niel bereits berichtet, dass dessen Vertreter einen Chef wollten, der die Schweiz bestens kenne. Gemäss 'NZZ am Sonntag' ist auch der künftige Verwaltungsratspräsident von Salt ein Schweizer. Der Name ist jedoch noch nicht bekannt. Der bisherige Präsident, Thomas Sieber, soll im März zum neuen Verwaltungsratspräsidenten des Energiekonzerns Axpo gewählt werden.

Schönenberger ist Präsident von Smama (the swiss mobile association) und Verwaltungsrat von Mobilezone. Letzteren Posten gibt er laut der Mitteilung per 15. März auf. "Mich reizt die neue Herausforderung, Salt und das Team in die nächste Wachstumsphase zu führen und zu unterstützen", lässt sich Schönenberger zitieren.

Die 'Sonntagszeitung' hatte über die bevorstehende Ankündigung des neuen Chefs bereits unter Berufung auf eine interne Unternehmensmitteilung berichtet. Trotz der schwierigen Entwicklung nach der Namensänderung solle an dem neuen Namen festgehalten werden, hiess es im Medienbericht. Der Rest des Unternehmens solle aber auf den Kopf gestellt werden. (sda/kjo)