Eric Schmidt zu Zürich: "Unsere beste Entscheidung"

Ein Google-Ingenieur hat den Standort Zürich scharf angegriffen. Die "Schweiz am Sonntag" hat bei Eric Schmidt nachgefragt.
 
Kurz vor Weihnachten hat sich Julien Borel, leitender Ingenieur bei Google in Mountain View, in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag" über den Standort Zürich beklagt. Insbesondere die Einschränkungen bei der Anstellung von Ausländern von ausserhalb der EU machten ihm zu schaffen. Viele Ingenieure, die letztes Jahr für Zürich angestellt wurden, hätten schliesslich nach London geschickt werden müssen, erzählte er der Zeitung.
 
Die "Schweiz am Sonntag" hat am WEF bei Alphabet-Chef Eric Schmidt nachgefragt und darf Entwarnung geben. Denn der Chef selbst schwärmt regelrecht von Alphabets grösstem Standort ausserhalb der USA. Der Standort habe sich gut entwickelt und werde sich auch weiterhin gut entwickeln, sagt er gegenüber der "Schweiz am Sonntag".
 
Es sei Urs Hölzle gewesen, der im Unternehmen vorgeschlagen hat, Zürich für einen neuen Standort zu wählen. Es sei "die beste Entscheidung, die wir je getroffen haben", sagt Schmidt. Der Standort Zürich ist seit seiner Eröffnung vor elf Jahren auf 1600 Mitarbeiter angewachsen.
 
Der Liestaler Hölzle zählt zu den zehn ersten Mitarbeitern von Google und ist heute neben Sergey Brin und Larry Page der Dienstälteste Googler. Heute ist er Senior Vice President for Technical Infrastructure und als solcher für die weltweite IT-Infrastruktur Googles verantwortlich. Hölzle ist überdies bekannt als Mitentwickler mehrerer Java-Compiler und Urheber des sogenannten Urs Quake, das Google den Weg in die Welt von Social Media eröffnet hat. (mik)