Cortana soll helfen, Versprechen einzuhalten

Wahrscheinlich kennen viele diese Situation: Man macht in einem E-Mail ein Versprechen, trägt es aber nicht in die Aufgabenliste oder den Kalender ein und vergisst es. Microsoft ergänzt die digitale Assistentin Cortana nun mit einem Feature, dass dies verhindern soll. Marcus Ash, Microsofts Programmverantwortlicher für Cortana, hat dies gestern in einem Blogbeitrag angekündigt.
 
Cortana wird in Zukunft laut Ash verschickte und erhaltene Mails durchgehen und versuchen, mittels intelligenter Sprachanalyse Versprechen und Zusagen zu erkennen, beispielsweise "Ich schicke Dir diesen Report noch vor 16 Uhr". Cortana wird laut Ash solche Aussagen erkennen können und erinnert den User dann daran. Dies geschieht nicht über nervige Popups, sondern nur, wenn der User Cortana anklickt. Die Funktion kann auch deaktiviert werden.
 
Cortana, so erklärt Ash, soll in Zukunft immer mehr Aufgaben übernehmen können, die gegenwärtig nur ein realer Assistent oder Sekretär wahrnehmen kann. Dies, darüber sollte man sich als User klar sein, kann nur funktionieren, wenn man Cortana ? und damit potentiell auch Microsoft ? einen gewissen Zugang zur Privatsphäre gibt. Genau den gleichen Zugang letztendlich, den auch ein menschlicher Vertrauter haben müsste, um die gleichen Hilfestellungen zu leisten.
 
Ähnliches gilt auch für ein zweites neues Feature, dass Ash angekündigt hat. Dabei geht es um Hilfe beim Terminmanagement. Cortana soll dafür die üblichen Gewohnheiten eines Users analysieren, um unter anderem zu erkennen, wenn eine Terminanfrage in eine für den User unübliche Zeit fällt, beispielsweise eine Sitzung sehr früh am morgen. Cortana soll in so einem Fall den Anwender darauf speziell aufmerksam machen, so dass er entweder einen anderen Termin vorschlagen oder seinen Tagesablauf anpassen kann.
 
Die beiden neuen Funktionen werden gegenwärtig von ersten Personen im "Windows Insider Program" getestet, sollen aber im Laufe der Zeit allen Windows-10-Usern zur Verfügung gestellt werden. (hjm)