Rekordgewinn für Apple trotz iPhone-Flaute

Quelle: Apple
Apple vermeldet für das Ende Dezember abgeschlossene Quartal einen Rekordgewinn von 18,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um 1,7 Prozent auf 75,87 Milliarden Dollar zu. Apple verwies auf die schwache Konjunktur in mehreren Regionen und massiven Gegenwind durch den starken Dollar, der die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung für die Bilanz niedriger aussehen lässt.
 
Konzernchef Tim Cook sprach von "extremen Bedingungen, wie wir sie noch nie erlebt haben". Ohne die negativen Effekte hätte es ein Umsatzplus von acht Prozent gegeben. Ein befürchteter Einbruch in China angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen blieb dagegen aus. Apple macht in China nach wie vor rund ein Viertel seines Geschäfts.
 
Umsatzrückgang angekündigt
Für das laufende Vierteljahr rechnet Apple mit dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Prognose wurde auf 50 bis 53 Milliarden Dollar festgesetzt. Vor einem Jahr hatte Apple in dem Quartal bis Ende März 58 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.
 
iPhone-Verkauf stagniert, Tablet-Absatz schrumpft
Das Weihnachtsgeschäft kurz nach dem Start neuer iPhone-Modelle ist traditionell das wichtigste Quartal für Apple. Vor einem Jahr hatte Apple in dem Berichtszeitraum 18,02 Milliarden Dollar verdient. Damals waren die iPhone-Verkäufe mit dem Start der ersten Modelle mit deutlich grösseren Displays um 46 Prozent hochgesprungen. Jetzt legte immerhin der durchschnittliche Verkaufspreis pro iPhone im Jahresvergleich um 4 Dollar auf 691 Dollar zu.
 
Dass Apple auf das Geschäft mit günstigen Smartphones verzichtet, treibt zwar den Gewinn nach oben, bremst aber im hart umkämpften Geschäft die Marktanteile. Apple verkaufte mit 74,8 Millionen Stück gerade einmal 0,4 Prozent mehr seiner Smartphones als Vergleichszeitraum. Dies war der niedrigste Zuwachs seit Markteinführung des iPhones 2007.
 
Das grössere iPad Pro konnte keine Wende für das schon länger schrumpfende Tablet-Geschäft von Apple bringen. Der iPad-Absatz sank im Jahresvergleich um ein Viertel auf 16,1 Millionen Geräte. Der Einfluss des teureren iPad Pro zeigte sich allenfalls im Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises um sechs Dollar auf 439 Dollar. Die Verkäufe der Mac-Computer sanken im Jahresvergleich um vier Prozent auf 5,3 Millionen Geräte. In den vergangenen Quartalen war Apple im schwachen PC-Markt gegen den Trend noch gewachsen. (sda/kjo)