VMware baut Stellen ab

VMware hat ein ziemlich gutes Geschäftsjahr hinter sich, baut aber Stellen ab. Aktienkurs hat unter Dell-Deal gelitten. vCloud Air verliert an Bedeutung.
 
Der US Virtualisierungs-Softwarehersteller VMware ist zwar separat an der Börse kotiert, gehört aber zu einem grossen Teil EMC. EMC wiederum wird von Dell aufgekauft werden. Der Monster-Deal soll zu einem Teil mit dem Verkauf von VMware-Aktien finanziert werden. Das sowie die generelle Unsicherheit um die Zukunft des Herstellers, hat dem Kurs der VMware-Aktie nicht gut getan – er ist letztes Jahr um ungefähr 40 Prozent gesunken.
 
Dabei verdient VMware gutes Geld: Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar, der Gewinn legte sogar zweistellig zu und beträgt nun fast eine Milliarde Dollar. Der Umsatz mit den zukunftsträchtigen "NSX" Produkten für Software Defined Networks (SDN) verdreifachte sich sogar.
 
Allerdings spielt VMware im Cloud-Markt, auf den US-Investoren so sehr schauen, nur eine geringe Rolle. Nun will der Software-Hersteller die Investitionen in vCloud Air offenbar zurückfahren. vCloud Air werde 2016 in einem "engeren Fokus" stehen, sagte VMware-Chef Pat Gelsinger an der Investoren-Telefonkonferenz gestern. Gleichzeitig kündete der Konzern den Abbau von rund 800 Stellen an. Man hat, wie das 'Wall Street Journal' weiss, bereits Mitarbeitende aus der vCloud-Abteilung entlassen. Getroffen hat es offenbar aber auch Entwickler aus dem ehemaligen Kerngeschäft von VMware. Das gesamte Entwicklungs-Team für die Produkte Fusion und Workstation sei entlassen worden, twitterten VMware-Mitarbeitende gemäss 'The Register'. (hc)