Netcetera: "Ich bin auch ein Risikokapitalist"

Der 20-jährige Schweizer Indidvidual-Software-Hersteller Netcetera will systematisch in Startups in der Schweiz, Mazedonien, Slowenien, Serbien, Kroatien Deutschland, Österreich und den VAE investieren.
 
Erst vor wenigen Tagen startete der Zürcher Software-Hersteller Netcetera die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Firmenjubiläum. "Zürcher" stimmt allerdings als Beschreibung von Netcetera schon lange nicht mehr. Das Unternehmen hat ein grosses Entwicklungszentrum in der mazedonischen Hauptstadt Skopje und unterhält Niederlassungen in Liechtenstein und seit neuestem Deutschland sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
 
Auch der Begriff "Software-Hersteller" wird bald nicht mehr ganz richtig sein, denn Netcetera will ab diesem Jahr systematisch und langfristig in Startups investieren. Bewerben können sich Startups aus dem geografischen und thematischen Umfeld von Netcetera. Angesprochen sind Jungfirmen in der Schweiz, in Mazedonien, Slowenien, Serbien, Kroatien, den VAE, Deutschland und Österreich, die sich mit Fintech, E-Health, Nahverkehr, Digitalisierung, Web-Apps, Software für Medien und Unterhaltung und Vollzugsbehörden beschäftigen.
 
Erfahrener Chief Investment Officer
Netcetera nimmt es mit dem Engagement als Startup-Förderer offenbar ernst. So hat man mit Darko Butino einen erfahrenen Spezialisten geholt. Butino war gemäss Netcetera beim Start des grössten Web-Shops von Slowenien dabei, ist Gründer von zwei Startups und aktiver Investor in Slowenien.
 
Wie er auf der Homepage schreibt, investiert Netcetera bis zu je 200'000 Franken in maximal fünf Startups pro Jahr. Zusammen mit Partnern oder anderen Investoren könne die Summe auch grösser werden, heisst es da. Zudem sollen die auserkorenen Startups von Fachwissen und und dem Netzwerk von Netcetera profitieren. (hc)
 
(Interessenbindung: Netcetera investiert als "Technologie-Partner" zusammen mit Ergon seit mehr als elf Jahren nicht mit Geld aber mit Software und Beratung in unseren Verlag.)