Der Aargau schmiedet Krisen-Pläne für ein Leben ohne Strom

Im Kanton Aargau wird derzeit das Konzept für Kriseninformation und Evakuierungen überarbeitet. Bis Ende 2017 soll ein flächendeckendes Netz mit kommunalen Informations- und Sammelstellen eingerichtet werden. Das teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Dienstag mit.

In die Entwicklung des Konzepts werden auch Erkenntnisse der Sicherheitsverbundsübung 2014 einfliessen. Dabei war landesweit die Bewältigung der Folgen eines längerdauernden, totalen Stromausfalls geübt worden. Bei der Übung habe sich gezeigt, dass in einem solchen Fall rasch auch die elektronischen Kommunikationsinfrastruktur wie Festnetztelefon, Handynetz, Internet sowie Radio- und TV-Sender betroffen wären. Aus diesem Grund will der Kanton im ganzen Aargau kommunale Informations- und Sammelstellen vorbereiten. Die Einwohnerinnen und Einwohner sollen in einem Merkblatt darüber informiert werden, wo sich diese Stelle der Wohngemeinde oder Region befinden.

Infos bei Handy-Ausfall
Die Bevölkerung könne sich so bei einer Krisensituation oder bei einer Katastrophe und bei Ausfall der elektronischen Kommunikationsmittel vor Ort informieren oder Informationen an die Behörden weitergeben. Diese Orte sollen auch als Sammelstellen bei Evakuierungen genutzt werden können. Das erweiterte Konzept für Kriseninformation und Evakuierungen wird gemäss Vorgaben des Bundes entwickelt und kann sowohl bei lokal und regional begrenzten als auch bei grossräumigen Ereignissen im ganzen Kanton angewandt werden. Die Planung und Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Regionalen Führungsorganen. (sda/mik)