Toshiba immer tiefer in der Misere

Der von einem Bilanzskandal erschütterte japanische Elektronikriese Toshiba erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen noch höheren Rekordverlust als zunächst gedacht. Der Fehlbetrag in Folge einer radikalen Sanierung wird sich auf etwa 5,4 Milliarden Euro belaufen.

Vor diesem Hintergrund werden rund 10'000 Arbeitsplätze bei Toshiba gestrichen, die Produktion von Fernsehern im Ausland eingestellt und Fabriken geschlossen. Für die ebenfalls verlustbringende PC-Sparte sowie das Geschäft mit Haushaltsgeräten sucht der japanische Konzern immer dringlicher einen Käufer. Fall sich keine Investoren finden, könnte wohl uach eine Sang- und klanglose Schliessung der beiden Bereiche bevorstehen. Damit könnte der Traditionskonzern angesichts scharfer Konkurrenz schon bald grösstenteils aus dem Geschäft mit Heimelektronik verschwinden.

Der Umbau bei Toshiba folgt auf einen schweren Bilanzskandal. Eine Untersuchungskommission war im vergangenen Jahr zu dem Schluss gefunden, dass der Technologiekonzern den Nettogewinn über sieben Jahre aufgebläht hatte. (sda/hjm)