Jetzt hat auch die Uni Zürich ein Fintech-Lab

Obwohl im letzten Jahr in der Schweiz wieder diverse Fintech-Initiativen gestartet worden sind, bleibt noch viel zu tun, um Weltniveau zu erreichen. Dass betonte Thomas Puschmann soeben gegenüber der SRG. Puschmann kommt vom Business Engineering Institute der Universität St. Gallen und hat nun ein Büro am Institut für Informatik an der Universität Zürich bezogen. Damit nimmt sein bisher nur angekündigtes "Swiss Fintech Innovation Lab" die Arbeit auf.
 
Puschmann kritisiert in dem Fernsehbericht, dass in der Schweiz zu wenig öffentliche Gelder in die Fintech-Branche geflossen seien. Die Folge sei gewesen, dass hiesige Initiativen von der Fintech-Weltkarte verschwunden seien. Dagegen würde das Thema heute etwa auf den Finanzplätze von Singapur und London boomen, weil man dort frühzeitig Subventionen in den Fintech-Sektor gepumpt hätte.
 
Konkret hatte Puschmann bereits im letzten August Diskussionen mit Banken, Technik­Unternehmen, Investoren, Fintech-Start­ups, anderen Hochschulen, Behörden und der Finanzmarktaufsicht (Finma) bestätigt. Nun sagte er, sein Zentrum zur Förderung von Fintechs habe "Banken, Versicherungen, die Börsenbetreiberin SIX, Verbände und Handelskammern" als Partner gewinnen können. Adressieren will er mit dem Swiss Fintech Innovation Lab drei grosse Bereiche. So sollen an der Universität Zürich neue Aus- und Weiterbildungslehrgänge initiiert, Studenten mit dem Thema Fintech vertraut gemacht und für Firmengründungen begeistert werden. Weiter ist an der Universität ein gemeinsames Grossraumbüro geplant, wo Banken, Versicherungen, Fintechs und Wissenschaftler gemeinsam neue Lösungen entwickeln sollen. Und schliesslich plant Puschmann Aktionen, um mehr Wagniskapital von Investoren zu finden, das wiederum Fintechs zufliessen soll. (vri)