Google spannt mit Pro Juventute zusammen

Wenn es um den richtigen Umgang mit den sozialen Medien geht, will sich Pro Juventute künftig von Google unterstützen lassen. In erster Linie fliessen Gelder von Google in die Subvention von Kursen für Kinder und Jugendliche, sagt Pro-Juventute-Pressesprecher Ingo Albrecht zu inside-it.ch. Weiter profitiere man von der finanziellen Unterstützung des Internetriesen bei der Kursleiterausbildung und der Weiterentwicklung der Kursinhalte. Zudem wolle man einen "Medienkompetenz-Test" entwickeln, was ebenfalls von Google unterstützt werde. Zudem werden Workshops an Schulen und Weiterbildungen für Lehrpersonen sowie Elternveranstaltungen von Google finanziert. Es handele sich um eine mehrjährige Zusammenarbeit, in die ein "substantieller" Betrag fliessen soll. Wie hoch die Förderung konkret ausfällt und wie lange sie dauert, will Albrecht allerdings nicht sagen. Dass durch diese Kooperation die Marktmacht von Google Einfluss auf die Ausbildung des Schweizer Nachwuchs hat, bestreitet Albrecht. Inhaltlich werde es keine Beeinflussung geben, betont er.
 
Pro Juventute beruft sich bei seinen Anstrengungen auf den "Lehrplan 21", der "das Thema Medienkompetenz fest im Lehrplan verankert", wie es in einer Mitteilung heisst. Dafür würden derzeit entsprechende Lehrmittel entwickelt. Hier soll denn auch der Web-basierte Medienkompetenz-Test zum Einsatz kommen, weil sich der Kenntnisstand der Schülerinnen und Schüler stark unterscheidet und "bis dato nicht zuverlässig festgestellt werden" kann. Das soll dank Google bereits ab Herbst 2016 möglich sein. Wobei der Test von Pro Juventute mit der Pädagogischen Hochschule Schwyz entwickelt werde, wie es weiter heisst. Versprochen wird, dass dann "auf einer soliden wissenschaftlichen und statistischen Grundlage eine Einstufung" möglich sein soll und zwar inklusive der Zuordnung passender Unterrichtsmaterialien. (vri)