Wieder Stellenabbau bei Blackberry

Diesmal sind es nur 200 Stellen, die bei Blackberry gestrichen werden. Allerdings hat es mit Gary Klassen auch den Innovationschef getroffen, wie einem Blog-Eintrag von ihm zu entnehmen ist. Klassen gehörte dem Unternehmen seit dem Jahr 2000 an, zählt damit zu den ältesten Mitarbeitern des Konzerns, und wird als Vater des Blackberry Messengers und von Blackberry Spark bezeichnet. Zuletzt amtete er als "Director Architecture & Innovation".

Laut Mobilesyrup werden in Florida 75 Jobs in der Herstellung gestrichen und die anderen Stellen in der Zentrale im kanadischen Ontario. Nach Agenturberichten sollen hier Mitarbeiter betroffen sein, die an der Software für das Smartphone-Betriebssystem Blackberry 10 arbeiteten. Das Unternehmen selbst kommentiert die Berichte lediglich damit, dass weiterhin am Turnaround-Plan festgehalten werde und man sich auf die Effizienzsteigerung seiner weltweiten Belegschaft fokussiere.
 
Zuletzt waren Mitte 2015 rund 200 Stellen in dem Konzern gestrichen worden, bei dem in seiner Blütezeit rund 20'000 Angestellte arbeiteten. Vor einem Jahr waren es noch rund 6'200 Beschäftigte.

Dass die einstigen Smartphone-Pioniere den Umbau konsequent vorantreiben, zeigt sich in diversen Bereichen. So wurde inzwischen das Aktienrückkaufprogramm ausgeweitet. Bekannt ist zudem schon seit einigen Monaten, dass Blackberry sich vermehrt aufs Software-Geschäft konzentrieren will und sich womöglich aus dem Handy-Business verabschiedet. Und gerade in diesem Januar hat der immer stärkere Fokus auf Android weiter an Bedeutung gewonnen. (vri)