B-Source gehört jetzt vollständig Avaloq

Geschäftsleiter Markus Gröninger bleibt. Weitere BPO-Center sind geplant.
 
Schon länger war es ein erklärtes Ziel des Bankensoftwareherstellers, nun ist es offiziell: Avaloq hat B-Source zu 100 Prozent übernommen. Die Privatbank BSI hatte B-Source 1995 gegründet und seit 2011 hält Avaloq eine Mehrheit von 51 Prozent am Tessiner Bankendienstleister. Über den Kaufpreis haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. Das Center mit seinen 800 Mitarbeitern behält seinen Sitz in Lugano und wird künftig Avaloq Sourcing Switzerland heissen.
 
Die Geschäftsleitung des Bankendienstleisters bleibt zumindest vorerst bei Markus Gröninger, der die Position seit 2010 inne hat. "Wenn es im Management in Zukunft Veränderungen geben sollte, werden wir diese entsprechend bekannt geben", erklärte Pressesprecher Andreas Petrosino auf Anfrage von inside-channels.ch wenig aussagekräftig.
 
Mit B-Source, respektive Avaloq Sourcing Switzerland, und den kürzlich lancierten BPO-Zentren in Deutschland und Asien betreibt die Avaloq Gruppe jetzt drei Zentren, die das Global Processing Network (GPN) von Avaloq bilden. Mit dieser Internationalität steige die Attraktivität des Angebotes, insbesondere für internationale Banken, schreibt Petrosino weiter. Es gebe national wie international eine sehr hohe Nachfrage nach BPO respektive Managed Servcies. Als einen Kunden nennt das Unternehmen die Deutsche Bank. Weitere will Avaloq "in Kürze" bekannt geben.
 
Fernandez' Wachstumsstrategie
Avaloq hat vergangenes Jahr einen Kredit aufgenommen, zudem gab es frisches Kapital von Raiffeisen durch eine zehn prozentige Beteiligung an Avaloq. "Durch die Stärkung unserer Kapitalbasis haben wir letztes Jahr die Grundlage für unser beschleunigtes Wachstum gelegt. Jetzt setzen wir Opportunitäten in die Tat um", lässt sich Avaloq-CEO Francisco Fernandez in der Mitteilung zitieren.
 
Zudem will der Zürcher Bankensoftwarehersteller weitere BPOs in "bedeutenden Finanzzentren" aufbauen und das GPN erweitern. Viele Details zu diesen Expansionsplänen verrät das Unternehmen jedoch noch nicht. Einer der möglichen Standorten mit denen sich Avaloq beschäftigt ist Grossbritannien, wie Petrosino gegenüber inside-channels.ch weiter sagt. Das ambitionierte Ziel: "Avaloq möchte auf längere Sicht in allen für die Finanzbranche wesentlichen Rechtssprechungen mit einem BPO-Center präsent sein." (kjo)