Positive und negative News von Cisco

Cisco hat in seinem Ende Januar abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 3,15 Milliarden Dollar steigern können. Der Umsatz liess mit 11,92 gegenüber 11,94 Milliarden Dollar ganz leicht nach. Klammert man den Umsatz der mittlerweile verkauften Set-Top-Box-Sparte aus, ist der Umsatz der restlichen Geschäftsbereiche um zwei Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar gestiegen. Dieses unverhofft gute Abschneiden verhalf der Cisco-Aktie im nachbörslichen Handel zu einem Kurssprung um bis zu neun Prozent.
 
Allerdings gibt es in den Cisco-Zahlen neben Licht trotzdem auch Schatten, wie das 'Wall Street Journal' analysiert. Auf der positiven Seite steht unter anderem der um fünf Prozent gestiegene Absatz von Routern für Telekommunikationsunternehmen, ein Bereich, der zuletzt eher schrumpfte. Der Umsatz mit Video-Infrastruktur für Carrier stieg sogar um 37 Prozent. Zudem scheint man in China wieder gerne Cisco-Produkte einzukaufen. Dort stieg der Umsatz um rund zwei Drittel.
 
Auf der anderen Seite steht ein Umsatzrückgang um vier Prozent in der Switch-Sparte. Zudem erklärte CEO Chuck Robbins, dass vor allem Grosskunden im Januar begonnen hätten, Zeichen der Zurückhaltung an den Tag zu legen. Unter dem Eindruck von negativen wirtschaftlichen Trends, beispielsweise den sinkenden Aktienkursen, würden gewisse nicht-essentielle Beschaffungen zurückgestellt. Robbins wertet dies allerdings lediglich als eine kleine "Vorsichtspause", während der die Unternehmen die Entwicklungen beobachten und sich darauf einzustellen versuchen.
 
Für das laufende Quartal erwartet Cisco daher trotzdem eine Umsatzsteigerung um ein bis vier Prozent. (hjm)