IBMs neuste Billig-Mainframes

Billig-Mainframes? OK, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber IBM bringt seit rund zehn Jahren jeweils etwa ein Jahr, nachdem eine neue Mainframe-Generation auf den Markt kam, eine abgespeckte günstigere Version auf den Markt. IBM selbst bezeichnet das neue Modell z13s als "Einstiegsgrossrechner". Er soll ab März weltweit erhältlich werden.
 
Über vorgehesehene Verkaufspreise oder die Leistung im Verhältnis zum grossen Bruder z13 äussert sich IBM in dem uns zugänglichen Pressematerial aber nicht. Stattdessen betont Big Blue vor allem die neuen Security-Features. In die Hardware eingebaute Kryptographiefunktionen sollen es beispielsweise erlauben, Daten doppelt so schnell zu verschlüsseln und zu entschlüsseln, als dies bei früheren Generationen möglich war. Leistungsprobleme seien traditionell ein Hindernis gewesen, wenn IT-Abteilungen Verlüsselungen implementieren wollten, so IBM. Die zusätziche Leistung ermögliche nun durchgängige Verschlüsselung, ohne dass Einbussen beim Transaktionsdurchsatz oder den Antwortzeiten zu befürchten seien.
 
Die neuen Einsteigermainframes sollen auch beim Einsatz in Hybriden-Clouds mehr Sicherheit schaffen können, unter anderem durch einen Cyber-Security-Analytik-Service, der akribisch dokumentiert, wer auf welche Files zugreift, und dabei im Laufe der Zeit immer mehr über das Nutzerverhalten dazulernt. In Zukunft sollen zudem neue Softwarepartner im "Ready for IBM Security Intelligence"-Partner-Programm weitere Security-Lösungen für System-z-Mainframes entwickeln, darunter Blackridge Technology, Forcepoint (ein Gemeinschaftsunternehmen von Raytheon und Vista Equity Partners) sowie RSM Partners. (hjm)