Valiant will Online-Kontoeröffnung ab März bieten

Valiant rüstet digital auf. "Innerhalb weniger Monate haben wir uns vom digitalen Mauerblümchen zu einer modernen Bank entwickelt", sagte Verwaltungsratspräsident Jürg Bucher an einer Pressekonferenz. So soll man bei Valiant bald online ein Konto eröffnen können. Wenn die Finma zeitig grünes Licht gibt, ist es ab März soweit. Dadurch kann die Bank, die heute vor allem in den beiden Basel, Bern, Luzern, Freiburg, im Jura, und im Aargau stark präsent ist, künftig schweizweit Kunden gewinnen.
 
Daher soll sich die Bank auch physisch ausbreiten, um Valiant dort ein Gesicht zu geben, wo man sie noch nicht kennt: "Wir setzen stark auf die Digitalisierung, glauben aber nicht, dass eine rein digitale Bank erfolgreich sein kann", sagte Valiant-Chef Markus Gygax.
 
Neu erschliessen will Valiant die Agglomeration Zürich, die Ostschweiz und die Genferseeregion. Dort erhofft sich die Bank Wachstumsmöglichkeiten. Bisher sei Valiant vor allem in ländlichen Regionen tätig, sagte Gygax.
 
Aufwärtstrend hält an
Die Valiant Bank hat wieder Aufwind. Zwei Jahre ist es her, dass sie nach negativen Schlagzeilen und schwachen Zahlen das Ruder herumgerissen hat. Das abgelaufene Geschäftsjahr ist nun das zweite in Folge, in dem es wieder aufwärts geht.
 
Von einer "bestätigten Trendwende" sprach Verwaltungsratspräsident Jürg Bucher am Mittwoch vor den Medien in Bern. Die Zahlen für das Jahr 2015 zeigen tatsächlich durchwegs nach oben. Am markantesten ist der Anstieg unter dem Strich: Der Konzerngewinn ist um mehr als einen Fünftel auf 114 Millionen Franken gestiegen.
 
Vor vier Jahren sah das Bild noch anders aus: Damals rügte die Finanzmarktaufsicht Finma die Bank. Der Grund: Valiant-Banker hatten mit Marktmanipulationen den Kurs der eigenen Aktie gestützt. Die Folge war ein Reputationsschaden. Dazu kam, wie bei anderen Banken auch, der Steuerstreit mit den USA. (sda/mik)