Inventx baut zweites RZ in St. Gallen auf

So sieht es in den meisten RZs aus. Das Foto stammt aber tatsächlich aus dem neuen Datacenter von Inventx in St. Gallen.
Der Bündner Bankendienstleister Inventx baut seine Infrastruktur aus und nimmt dafür viel Geld in die Hand. So hat der Outsourcer ein neues Rechenzentrum in St. Gallen in Betrieb genommen. Es ist mit dem RZ von Inventx in Chur verbunden. Was der Bau der beiden "Datenhotels" gekostet hat, will der IT-Dienstleister nicht sagen. Es handle sich um einen "höheren siebenstelligen" Betrag pro RZ, so Inventx Marketing-Mann Roman Dinkel auf Anfrage.
 
Mit dem neuen, laut Dinkel erst "einige hundert Quadratmeter" grossen Datacenter ersetzt Inventx ein Backup-RZ, das früher in Chur betrieben wurde. Der IT-Outsourcer liess eines seiner zwei RZs in Chur durch IBM modernisieren und richtete das zweite, entfernter und deshalb für den Fall von Grossereignissen sicherer eben in St. Gallen ein.
 
Das RZ in St. Gallen sei "bei einem Unternehmen der Finanzindustrie eingemietet", so Dinkel. Die Spekulation, dass Inventx bei der St. Galler Kantonalbank untergekommen ist, liegt nahe, denn diese ist ein Kunde von Inventx.
 
Darin wird nicht nur Infrastruktur für die Bankenkunden von Inventx betrieben, sondern, Server und Speicher für die Schwesterfirma Proventx. Diese bietet einerseits betriebswirtschaftliche Software für die Autobranche und andere KMU an und tritt andererseits auch als Cloud-Anbieter und Systemintegrator auf. Auch Inventx selbst wird spätestens nächstes Jahr Ausbaubedarf haben. Denn der IT-Dienstleister konnte dem Konkurrenten Swisscom bekanntlich den Grosskunden Clientis abluchsen. Inventx wird die Kernbankenlösung der Clientis-Gruppe (Finnova) ab 2018 betreiben. (hc)
 
(Interessenbindung: Inventx ist Werbekunde unseres Verlags.)