Mutmasslicher Hacker an der ETH Zürich verhaftet

Die Zürcher Kantonspolizei hat einen mutmasslichen Hacker verhaftet, der mit fremden Zugangsdaten in das Netzwerk der ETH Zürich eingedrungen ist. Der Beschuldigte hatte sich während einigen Tagen in das ETH-Netzwerk eingeloggt, über das System Software bestellt und sensible Daten heruntergeladen, wie die Oberstaatsanwaltschaft heute mitteilt. Dank schnellem Eingreifen und der guten Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft, Polizei und ETH habe der Hacker bereits zehn Tage nach der Anzeige durch die ETH festgenommen werden können.
 
Der ETH-Studierende sei in flagranti an seinem Computer erwischt worden. Das Zwangsmassnahmengericht hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 12. Februar die Untersuchungshaft angeordnet. Die ETH hatte am 26. Januar die unrechtmässigen Manipulationen festgestellt und danach beim Kompetenzzentrum Cybercrime der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Danach seien unverzüglich Sicherheitsmassnahmen in die Wege geleitet worden, um das ETH Netzwerk vor weiteren Zugriffen zu schützen, schreibt die ETH in einer Mitteilung.
 
Zur Person und den heruntergeladenen Daten machte die ETH keine weiteren Angaben. Auch zu einem allfällig entstandenen materiellen Schaden für die Hochschule wollte sich Franziska Schmid, Mediensprecherin der ETH Zürich, auf Anfrage nicht äussern. "Wir stecken derzeit noch mitten in den Abklärungen". Die Hochschule will nun die Situation analysieren und das unerlaubte Vorgehen rekonstruieren. Aus den Erkenntnissen werde sie anschliessend die nötigen Konsequenzen ableiten und umsetzen. (sda/kjo)