Virtuelle Desktops und In-Memory bei Möbel Hubacher

"Unser Einkauf arbeitet viel mit Excel-Dateien, die mit Kalkulationen und Produktfotos gefüllt sind und mitunter 500 MB groß sind. Beim Öffnen der Dateien ging die Performance mit unserem bisherigen System regelmässig in die Knie und alle anderen Kollegen mussten warten." So beschreibt Thomas Hanyecz, IT-Leiter von Möbel Hubacher, die Ausgangslage der IT-Infrastruktur des Schweizer Traditionsunternehmens.
 
Das Möbelhaus hatte eine Terminal-Server-Farm von Microsoft im Einsatz, die zwar recht modern gewesen sei, sich jedoch nah am Ende des Nutzungszyklus befand. Anstatt diese Lösung zu erneuern, habe man den Entschluss gefasst, auf eine virtualisierte Desktopumgebung (VDI) von VMware zu wechseln. Ein weiterer Grund für die Entscheidung sei gewesen, dass die rund 150 Mitarbeiter sich im räumlich grossen Unternehmen mehr Mobilität gewünscht hätten.
 
Auf der Suche nach einem Partner sei die Entscheidung schliesslich auf das Systemhaus Bechtle gefallen, da das Unternehmen den Vorschlag gemacht habe, In-Memory-Technologie zu nutzen. "RAM zur Speicherung einzusetzen, ist natürlich der Traum eines jeden Informatikers", so Hanyecz. Somit wurde die von Bechtle vorgeschlagene Lösung aufbauend auf Atlantis USX und konvergierten IBM FLEX Systemen eingerichtet. VDI-Umgebungen benötigen eine gleichbleibend hohe Performance und dies sei mit der In-Memory-Lösung erreicht worden. Das System ist seit dem vergangenen Mai voll im Einsatz und bisher komplett stabil, so Hanyecz weiter. Der gesamte Desktop-Pool lasse sich in 15 Minuten ausrollen, im Vergleich zu 60 Minuten beim vorherigen System.
 
Die Installation lief gemäss dem Unternehmen problemlos und die neue Infrastruktur mit den drei konvergierten IBM-Servern mit jeweils 384 GB RAM sei in kurzer Zeit einsatzbereit gewesen. Auf jedem Server sei ein Volume von 100 GB angelegt, das dem jeweiligen ESX Host als NFS Datastore präsentiert wurde. Durch eine Deduplizierungsrate von bis zu 90 Prozent können pro Volume 50 Desktops mit einem Master Image von nur 50 GB Grösse betrieben werden, heisst es zudem. Zur Sicherheit werde jedes Volume im 15-Minuten-Takt auf eine Harddisk gespiegelt. (kjo)